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Rhein-Kreis Neuss: Positionsbestimmung auf Weg zum Regionalgipfel

Rhein-Kreis Neuss : Positionsbestimmung auf Weg zum Regionalgipfel

Welche Metropolregion soll es sein? Eine Erweiterung der schon arbeitenden Metropolregion Köln-Bonn auf Nachbarkommunen oder ein ganz neues Gebilde? Auf jeden Fall muss es ein Verbund sein, in den sich auch Düsseldorf einbringt.

Ohne die Landeshauptstadt, so stellte Kreisdezernent Karsten Makowsky gestern fest, macht die ganze Metropol-Diskussion wenig Sinn. Und Jürgen Steinmetz als Allgemeiner Vertreter des Landrates fügte dem hinzu: "Wir müssen die Zusammenarbeit mit Düsseldorf verbindlicher und konkreter gestalten."

Die Diskussion, die gestern auf Einladung des Kreises beim Workshop "Modellregion — Identifikation als Erfolgsmodell für die Zukunft" auf der Raketenstation geführt wurde, machte deutlich: Gut drei Monate vor dem Regionalgipfel am 22. September sind noch viele Fragen zu klären.

Gleichwohl sei die Erwartungshaltung vor diesem Treffen auf dem Rhein groß, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. "Wir müssen da etwas hinbekommen." Aber was? Und wie?

Wenn die Bildung einer Modellregion die Abschaffung der Bezirksregierung voraussetzt, "wäre ich recht mutlos", beendete Udo Siepen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, gestern die aufkommende Strukturdebatte. Das sah sein Kollege von der IHK Mittlerer Niederrhein, Dieter Porschen, ähnlich. Eine Kooperation in Netzwerken und zu definierten Themen sei der Weg, darüber allerdings bräuchte es eine gewisse "Basisstruktur, damit diese Netzwerke auch zueinander kommen."

An der Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit gab es keine Zweifel. Allein das Thema Energieversorgung werde angesichts schwindender fossiler Energieträger Stadt und Umland zusammenführen müssen, nannte Reimer Molitor, Geschäftsführer der Region Köln/Bonn, ein Beispiel. Ein anderes gab Verena Pleitgen, Dekanin der Hochschule Neuss, in die Diskussion: "Sich intern zu vernetzen ist die Basis der Marke Rheinland."

(NGZ/rl)