Rhein-Kreis Neuss: Pläne für neue Erdgasfernleitung "Zeelink" liegen aus

Rhein-Kreis Neuss: Pläne für neue Erdgasfernleitung "Zeelink" liegen aus

Die Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf, Münster sowie der Regionalverband Ruhr leiten mit der Auslegung der Verfahrensunterlagen das Raumordnungsverfahren für die geplante Erdgasfernleitung "Zeelink" ein.

Die Unterlagen sind bis zum 1. Juli öffentlich bei den Bezirksregierungen, dem Regionalverband und den betroffenen Kreisen - dazu zählt auch der Rhein-Kreis Neuss - einsehbar. Beteiligte Behörden, Verbände, Organisationen, Städte und Gemeinden sowie Bürger können sich zum Vorhaben schriftlich bei den auslegenden Behörden äußern.

Der Rhein-Kreis zeigt die Pläne im Kreishaus an der Lindenstraße in Grevenbroich. Die Unterlagen können zudem auf den Internetseiten der Bezirksregierungen eingesehen werden. Das teilte der Fernnetzbetreiber "Open Grid Europe" jetzt mit. Das Unternehmen möchte die 215 Kilometer lange Erdgas-Pipeline, die durch den Rhein-Kreis Neuss führt, bauen. Das Raumordnungsverfahren schließt mit dem Vorschlag einer Vorzugstrasse ab, danach folgt das Planfeststellungsverfahren. Der Baubeginn ist für Ende 2018 geplant, die Inbetriebnahme der Leitung für März 2021.

Hintergrund für das mit einer Investitionssumme in Höhe von rund 600 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt ist laut "Open Grid Europe" das absehbare Aus für L-Gas. Die L-Gas-Ressourcen sollen bis 2030 um 90 Prozent zurückgehen. Die Lücke soll durch H-Gas, das einen höheren Brennwert hat, aufgefangen werden. Dafür sei die neue Pipeline erforderlich.

(NGZ)
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