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Cornelius-Oktav: Pilgern nach Selikum

Cornelius-Oktav : Pilgern nach Selikum

Selikum (-tz.-) Er galt als frommer, milder und demütiger Hirte und setzte sich gegen eine scharfe Opposition dafür ein, dass in Bedrängnis abgefallene Christen wieder Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft fanden: der heilige Cornelius, der in Selikum verehrt wird - und das seit Jahrhunderten.

Selikum (-tz.-) Er galt als frommer, milder und demütiger Hirte und setzte sich gegen eine scharfe Opposition dafür ein, dass in Bedrängnis abgefallene Christen wieder Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft fanden: der heilige Cornelius, der in Selikum verehrt wird - und das seit Jahrhunderten.

Cornelius gilt neben Quirinus, Hubertus und Antonius zu den heiligen Marschällen und wurde angerufen gegen Fallsucht, bei nervösen Leiden und Kinderkrankheiten. Da er auch als Schutzherr des gehörnten Viehs und der Bauern betrachtet wurde, erlebten die Wallfahrten nach Selikum in der Not wie in Pest- oder Seuchen-Zeiten riesige Ausmaße.

Historisch belegt ist eine Kapelle dort 1573 als Stiftung eines Freifräuleins von Reuschenberg. Erst kümmerten sich die Franziskaner, dann die Jesuiten um das Gotteshaus. Bei einem Luftangriff 1944 wurde es allerdings weitgehend zerstört. 1950 entstand die heutige, dem romanischen Stil nachempfundene Kapelle. In die Schlagzeilen geriet sie vor ein paar Jahren, als ein Dieb die Monstranz mit einer Reliquie stahl, dann aber später reumütig zur benachbarten St.-Hubertus-Kirche zurückbrachte. Vom "Wunder von Selikum" war danach die Rede.

Die Cornelius-Oktav 2009 steht vom 13. bis 20. September auf dem Kalender. Pilgergruppen aus den Nachbargemeinden haben sich ebenso angesagt wie katholische Verbände von KKV bis Kolping.

(NGZ)