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Online-Umfrage des Familienbüros im Rhein-Kreis: 1700 Fragebögen kamen zurück

Online-Umfrage des Familienbüros : Diese Themen interessieren Familien im Rhein-Kreis Neuss

Familien wollen laut einer Online-Umfrage des Familienbüros mehr Infos zu den Themen Erste Hilfe bei Kindern, Umgang mit Medien und Nachhaltigkeit.

Das Familienbüro hat eine Online-Umfrage an Familien im Kreis gestartet, bei der Wünsche zu familienrelevanten Themen geäußert werden konnten. Welchen Rücklauf gibt es?

Petra Fliegen Wir haben bislang rund 1700 Fragebögen zurückerhalten und ausgewertet. Kontaktiert haben wir die Familien zum Teil per E-Mail, aber auch mit Postkarten. Auf den Postkarten, die wir an Kindertagesstätten, Kinderärzte, Gynäkologen, Familienbildungsstätten, Erziehungsberatungsstellen, an die Kommunen und in verschiedenen Arbeitskreisen verteilt haben, haben wir zur Teilnahme an der Umfrage aufgerufen.

Sie haben dazu spezielle Fragebögen entwickelt, die diverse Themen wie Erziehung, kreative Angebote, Ausflugsziele, Gesundheit, Frühförderung und Impfungen aufgriffen. Zu welchen Themen gab es die meisten Wünsche?

Hildegard Otten Bei den familienrelevanten Themen war das Interesse groß an den Bereichen Erziehung (z.B. Umgang mit Medien), Freizeit (z.B. Ausflugsziele) und Nachhaltigkeit (z.B. regionale Produkte). Ebenfalls interessant sind für Familien die Themen Erste Hilfe bei Kindern und kindgerechte Ernährung.

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Welche Themen fanden überhaupt kein Interesse?

Otten Alle Themen waren von Interesse, weniger genannt wurden allerdings die Themen Ernährung in der Schwangerschaft, vegane und vegetarische Ernährung, Babykurse und Körperpflege.

Was machen Sie jetzt mit den Ergebnissen?

Fliegen Wir wollen die Themen, die den Familien im Kreis wichtig sind, nach und nach im gesamten Kreisgebiet umsetzen. So planen wir in Kooperation mit den Hilfsorganisationen Erste-Hilfe-Kurse bei Kindern, die wir Eltern anbieten wollen. Denn bei diesem Thema war die Nachfrage sehr groß.

Das Familienbüro gibt es bereits seit 2008. Werden Sie häufig kontaktiert?

Fliegen Wir werden größtenteils per E-Mail und telefonisch kontaktiert. Wir unterstützen Familien bei Fragen rund um die Erziehung, Förderung, Betreuung sowie Freizeitgestaltung und vermitteln Hilfe bei Problemen. Wir verstehen uns sozusagen als Lotse für Familien.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf Ihre Arbeit?

Marion Klein Die persönlichen Kontakte wie Hausbesuche bei Familien bei der Neugeborenenbegrüßung konnten im Zuständigkeitsbereich unseres Jugendamtes in Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen leider nicht stattfinden. Auch auf die Präsentation bei öffentlichen Veranstaltungen mussten wir in den vergangenen zwei Jahren verzichten. In den Bereichen, die sich mit Kinderschutz oder anderen dringlichen Aufgaben befassen, wurde unter Berücksichtigung von Hygienemaßnahmen, unverändert weiter gearbeitet. Auf Familien hatte die Corona-Pandemie teils massive Auswirkungen.Telefonisch und per E-Mail standen wir jederzeit mit den Familien in Kontakt. Beim Elterngeld gingen viele Fragen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen auf die Höhe des Elterngeldes bei uns ein.

Und welche der aktuelle Krieg in der Ukraine? Können Sie zusätzliche Kräfte mobilisieren, falls viele Flüchtlingsfamilien Hilfe benötigen?

Klein Das Kreisjugendamt bietet in Kooperation mit freien Trägern jeweils wöchentlich in den Kommunen Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen Deutschkurse an. Dort interessierten Ukrainerinnen und Ukrainern die Möglichkeit geboten, sich in einem völlig veränderten Alltag zurechtzufinden, neue Freundschaften zu schließen und die Sprache zu erlernen. Kinder sind herzlich eingeladen, für die Betreuung vor Ort ist gesorgt. Desweiteren bietet das Kin-Top Förderungszentrum in Kleinenbroich in Kooperation mit dem Kreisjugendamt in allen drei Kommunen einen Eltern-Kind Klub an. Anmeldungen laufen über die Kommunen. Spielen, lernen, sprechen, basteln, malen, lesen, all dies steht im Mittelpunkt. Nebenbei sollen auch Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt werden.  

Wie werden Sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Otten Weil wir uns in der Corona-Pandemie öffentlich nicht mehr präsentieren konnten, haben wir zu Beginn der Pandemie eine digitale Plattform entwicktelt, um die Familien immer mit aktuellen Informationen zu versorgen. Das sogenannte Familien-Padlet ist benutzerfreundlich und informiert Familien über die relevanten Aufgabengebiete des Familienbüros. Dabei werden ständig aktuelle Themen aufgegriffen, und Familien erfahren, wo sie Unterstützung erhalten. Das Padlet kann ganz einfach über Smartphone, Tablet oder Laptop geöffnet werden.