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Zehn Jahre "Opossum Comedy": Nur noch zu zweit, aber endlich allein

Zehn Jahre "Opossum Comedy" : Nur noch zu zweit, aber endlich allein

Zehn Jahre gibt es "Opossum Comedy" nun bereits. Da bot es sich an, das Jubiläumsprogramm mit einem Rückblick zu beginnen. Viele wechselnde Besetzungen der Truppe konnten die Zuschauer auf den Bildern betrachten - mal mit mehr Mitgliedern, mal mit weniger, zuletzt als Trio und nun: "Endlich allein". Feierten allein zu zweit vor vielen Zuschauern im Theater am Schlachthof: Sven Post und Harry Heib (v.l.). Foto: TaS

Zehn Jahre gibt es "Opossum Comedy" nun bereits. Da bot es sich an, das Jubiläumsprogramm mit einem Rückblick zu beginnen. Viele wechselnde Besetzungen der Truppe konnten die Zuschauer auf den Bildern betrachten - mal mit mehr Mitgliedern, mal mit weniger, zuletzt als Trio und nun: "Endlich allein". Feierten allein zu zweit vor vielen Zuschauern im Theater am Schlachthof: Sven Post und Harry Heib (v.l.). Foto: TaS

Harry Heib und Sven Post sind die beiden, die übrig geblieben sind, doch vereinsamt fühlen sie sich nicht. Im Gegenteil, jetzt können die beiden erst so richtig loslegen. Und dass sie das vorhaben, wurde bei der ersten Nummer gleich klar gemacht. "Halleluja! endlich sind wir zwei allein" klingt so, als hätten sie bis jetzt nur auf diesen Moment gewartet. Mit dieser Freude stürzten sich die beiden Comedians dann auch in die Show, bei der kein Auge trocken blieb. Einen großen Fanclub hat sich "Opossum" im Laufe der Jahre bereits erspielt, und auch diesmal hatten die beiden das Publikum von Anfang an im Griff.

Dabei boten Harry Heib und Sven Post alles von der Gesangsnummer über Parodie bis hin zur Zaubershow - wobei letztere - "Sigmund und Freud" " besonders faszinierte. Toternst und doch mit gebührendem Respekt vor der magischen Kunst zeigten die beiden Szenen, die einfach nur herrlich albern waren. Umso überraschender waren die wirklichen Zauberkunststückchen, die immer mal wieder dazwischen gemogelt wurden. Beeindruckend war auch wieder die Verwandlungsfähigkeit der beiden, die keine falsche Scham kennen.

Von schrill-bunten Cowboy-Style-Anzügen, die aber bei Frauen leider keinen Eindruck machten, bis zum Hardcore-Fußballfan-Outfit gab es einiges zusehen. Dass die beiden schauspielerisch einiges drauf haben, zeigte sich vor allem immer dann, wenn sie von einem Sketch zum anderen in vollkommen neue Rollen schlüpften. So machten die Zuschauer Bekanntschaft mit extrem nervösen Moderatoren, Hellsehern bei Quizsendungen, dreisten Söhnen und vielen anderen mal eher skurrilen, mal eher durchschnittlichen Gestalten. Dabei lernte man noch so einiges dazu - auf das man sonst nie gekommen wäre.

Zum Beispiel über Vorschlaghammer und deren Verwendung, über Pflege und Ängste der Erstkäufer vor den Regalen im Baumarkt. Außerdem gab es einen Lehrfilm zum Thema "Richtiges Benehmen bei Auswärtsspielen" und einen Blick hinter die Kulissen von RTL. Bei diesen ganzen Nummern gab es natürlich einiges an Wortspielchen, mal eindeutig-zweideutig, mal einfach auch nur beim Wort genommen - zum Beispiel, wenn der eine zum anderen sagt: "Nimm Platz!" Und dieser dann prompt den Sessel trägt. Nach rund zwei Stunden wollten die Zuschauer die beiden gar nicht mehr von der Bühne gehen lassen. Auch wenn "Opossum" jetzt nur noch ein Duo ist: Es ist besser denn je. Janine Oswald

(NGZ)