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Noch mehr Sicherheit beim Fest

Noch mehr Sicherheit beim Fest

Wolfgang Jurk ist im Rathaus zentraler Ansprechpartner für die Sicherheit bei Veranstaltungen. Das Niveau beim Grevenbroicher Schützenfest war bereits in den Vorjahren hoch – und wird noch ein bisschen gesteigert. Die Musikbühne wird an einem neuen Platz aufgebaut.

Grevenbroich Wolfgang Jurk weiß, wie Schützen feiern. Der 46-Jährige ist selbst Scheibenschütze, marschiert in Wevelinghoven mit. Aber der Mitarbeiter der Stadt ist als Koordinator für Veranstaltungen in ganz Grevenbroich zuständig, ist zentraler Ansprechpartner für Fragen rund um die Sicherheit. Und die wird seit der Love-Parade noch ein Stück größer geschrieben. Wolfgang Jurk nimmt im Rathaus Anträge für Veranstaltungen entgegen und die Arbeitsblätter, auf denen Veranstalter alle nötigen Daten vermerken. Und er prüft, welche Ämter zu beteiligen sind, die dann die konkreten Auflagen festlegen.

Erst im Mai hat Wolfgang Jurk die Aufgabe als Koordinator übernommen. Kaum zu glauben: In nur drei Monaten hat er über 200 Veranstaltungen von Schützenfesten übers Fest der Kulturen bis zum Event "Erft in Flammen" begleitet. "Man denkt gar nicht, wie viele Veranstaltungen es in Grevenbroich gibt", sagt er und betont: "Die Zusammenarbeit mit den Schützen ist gut, sie sind auf Sicherheit bedacht."

Das bestätigt auch Peter Eysen, Pressesprecher des Bürgerschützenvereins Grevenbroich (BSV): "Wir legen seit Jahren auf die Sicherheit großen Wert. Beispielsweise mit unserem Pferdesicherheitskonzept. Die Tiere werden in den Umzügen von Pferdepflegern begleitet." Schon weit vor dem Fest sprechen Präsident Dr. Peter Cremerius und Oberst Joachim Schwedhelm mit der Stadt, mit Feuerwehr und Rotem Kreuz. Ein Sicherheitskonzept wie bei manch anderer Großveranstaltung ist fürs Grevenbroicher Schützenfest nicht erforderlich, da keine 5000 Besucher in einem umgrenzten Gebiet erwartet werden. Doch auch so ist vieles zu bedenken – und wird immer wieder etwas weiter verbessert. "In diesem Jahr erhalten erstmals alle Stände auf der Kirmes Schilder mit Nummern. Auf einem Übersichtsplan erkennen Rettungskräfte so schnell, wo der Einsatz ist", schildert Wolfgang Jurk.

Aus demselben Grund wird auch das Festzelt mit 1800 Stühlen in verschiedene Sektionen gegliedert. Sieben Notausgänge sind eingeplant, die Rettungswege müssen mindestens 2,50 Meter breit sein. Im Zuge der Planung erhielt in diesem Jahr auch die Musikbühne einen neuen Platz – statt an der Längsseite des Zeltes steht sie gegenüber der Tribüne. Eine weitere Neuerung: Die in die Graf-Kessel-Straße – dort stehen viele Buden und Stände – mündende Montzstraße wird als Rettungsweg für Einsatzkräfte freigehalten, damit diese freie Bahn haben.

(NGZ)