Rhein-Kreis Neuss: NGZ und RWE küren "Helden des Alltags"

Rhein-Kreis Neuss : NGZ und RWE küren "Helden des Alltags"

Bereits zum achten Mal haben die NGZ-Leser ihre "Helden des Alltags" gewählt. Elf Kandidaten standen zur Wahl. Sieger wurde Christoph Meyer. Den erstmals von der Jury ausgelobten Jugendförderpreis erhielt der 16-jährige Steffen Jendrny.

Sieger waren sie letztlich alle, die Kandidaten der RWE und NGZ-Aktion "Helden des Alltags", die gestern zur Abschlussveranstaltung ins Zechenhaus des Tagebaus Garzweiler gekommen waren. Elf waren es, die die fünfköpfige Jury aus der Vielzahl der Bewerbungen ausgewählt hatte und für die die NGZ-Leser während eines viertägigen Telefonvotings abstimmen konnten. Knapp 1500 Anrufe gingen ein, und damit war eine Entscheidung gefallen.

Der erste Jugendförderpreis, ein reiner Jurypreis, ging an den Grevenbroicher Steffen Jendrny. Dotiert ist er mit 1000 Euro. Foto: Berns, Lothar (lber)

Ein Held, zitierte Eckhard Klöhn, stellvertretender Leiter des Tagebaus, aus Wikipedia sei eine "Person mit herausragenden Eigenschaften, die diese zu herausragenden Leistungen treibe". Jury-Vorsitzender Hans-Ulrich Klose, stellvertretender Landrat, lobte den uneigennützigen Einsatz der Kandidaten. "Sie haben die Welt nicht umgestürzt, aber Sie leisten einen wertvollen Beitrag dafür, dass das Leben in der Gesellschaft lebenswerter wird", sagte Klose. Mit 248 Stimmen votierten die meisten NGZ-Leser für Christoph Meyer, der, selbst von Geburt an schwer behindert, andere Menschen mit Handicap unterstützt — bei Behördengängen, bei Arztbesuchen oder im Kampf um Unterstützungsgelder.

"Das macht mir einfach Riesenspaß", sagte Meyer, immer noch verwundert darüber, dass er dafür nominiert wurde. Stimmenmäßig knapp hinter Meyer mit 245 Anrufen kam Richard Lange auf den zweiten Platz. Auch er jemand, der aus der eigenen Betroffenheit heraus aktiv wurde. Lange leidet unter Neurofibromatose und leitet eine Gruppe von Jugendlichen, die an dieser Erbkrankheit leiden. Laudator und Jurymitglied Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats, dankte Lange für diesen Einsatz.

Lob und Anerkennung gab es von Juror und NGZ-Redaktionsleiter Ludger Baten für den Drittplatzierten und fünffachen Vater Markus Bausch (178 Stimmen), der einen Sohn mit Down-Syndrom hat und Fußballspielen über alles liebt. Daraufhin gründete Bausch beim BV Weckhoven die erste Fußballmannschaft im Rhein-Kreis für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Dort trainieren zurzeit 35 junge Fußballer.

(NGZ)
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