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Neuss: Hans-Christian Markert strebt für Grüne kein Bundestagsmandat mehr an

Bundestagswahl 2021 im Rhein-Kreis Neuss : Markert strebt für Grüne kein Bundestagsmandat mehr an

Hans-Christian Markert (52) wird sich nicht länger um ein Bundestagsmandat bemühen. Das ließ der Kreistagsabgeordnete aus Kaarst am Mittwochabend die Teilnehmer der Kreismitglieder-Versammlung wissen.

Hans-Christian Markert (52) wird sich nicht länger um ein Bundestagsmandat bemühen. Das ließ der Kreistagsabgeordnete aus Kaarst am Mittwochabend die Teilnehmer der Kreismitglieder-Versammlung wissen. Damit ist die Frage neu gestellt, wer als Direktkandidat im Wahlkreis Neuss I (Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen) antritt. „Noch hat niemand seinen Hut in den Ring geworfen“, erklärt der Kreisvorsitzende Simon Rock, der nun zuerst mit den Ortsverbänden sprechen wird.

Markert, der schon einmal dem Landtag angehörte und sich erfolglos um das Amt des Landrates bewarb, macht ausschließlich persönliche Gründe geltend. Seine Bundestagskandidatur habe er geplant, als die Pandemie noch kein Thema war, sagt er. Nach Corona-Fällen in der eigenen Familie sehe er, dass für 2021 andere Prioritäten zu setzen sind. Er werde aber weiter Politik machen – und „irgendwann wiederkommen“.

Markert hatte schon ein Votum der Kreismitgliederversammlung erhalten, die seine Kandidatur mit 85 Prozent ihrer Stimmen unterstützt. Beim Bezirksrat der Grünen an Niederrhein und Wupper, der Anfang Dezember die Vorschläge für die Landesreserveliste festgelegt hat, sah sich Markert beim Kampf um Platz vier zum eigenen Erstaunen von Katharina Voller (40) herausgefordert. Die Kaarster Stadtverordnete, Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Krefeld I/Neuss II (Krefeld-Süd, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch, Jüchen) entschied das Rennen für sich.

Dieses Votum, so stellt Rock klar, ist nicht gleichbedeutend mit einem sicheren Platz auf der Landesliste. Es gäbe zwar vor deren Aufstellung Verhandlungen der Bezirksverbände untereinander, doch könnte jeder Direktkandidat für jeden Listenplatz kandidieren. Ohne ein Votum des Bezirksrates sei das aber schwierig und ein Erfolg zweifelhaft.