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Neuss auf der Expo 2021. Planer setzen auf Flächen-Konversion

Neuss auf der Expo 2021 : Neusser Planer setzen auf Flächen-Konversion

Die Großstadt Neuss entwickelt sich – nach innen. Die meisten großen Vorhaben in den Bereichen Wohnen und Gewerbe sind auf industriellen Alt-Standorten geplant. Dabei rückt die Neusser City mit der „Neuen Hafenkante“ noch ein bisschen mehr ans Wasser.

Ende Juli hat die Bezirksregierung den Flächennutzungsplan genehmigt. Er weist 69,5 Hektar aus, die bis 2030 für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung stehen, vor allem aber kommen durch die Genehmigung jetzt große Projekte ins Rollen, die ohne hätten weiter auf Eis liegen müssen. Dazu zählen der Bau eines Pierburg-Technologiezentrums im Hammfeld oder die Neubauentwicklungen auf den Industriebrachen Eternit/Etex, „Pierburg alt“ und der alten Schraubenfabrik Bauer&Schaurte in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes. Auch Wohnungsbauvorhaben in den Ortsteilen Allerheiligen und Hoisten hätten sich verzögert.

Nur in Holzheim, wo sich der Süßwarenhersteller Maoam neu aufstellen will, nimmt die Stadt wirklich „grüne“ Flächen in gewerbliche Nutzung. Ansonsten sind Konversion und Innenentwicklung die Schlüsselwörter der Planer. Am weitesten gediehen ist dabei der Neubau des Forschungs- und Entwicklungszentrums, das der Rheinmetall-Konzern für den Automobilhersteller Pierburg im Neusser Hammfeld errichtet. Der Bebauungsplan hat durch Ratsbeschluss im September Rechtskraft erhalten. Zugleich wurde dem Investor eine Frist von zweieinhalb Jahren gesetzt, innerhalb derer er dort, wo eigentlich ein Discount-Möbelhaus geplant war, bauen muss.

 Mit dem Wendersplatz ist die Bewerbung um die Laga 2026 verknüpft.
Mit dem Wendersplatz ist die Bewerbung um die Laga 2026 verknüpft. Foto: Georg Salzburg
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Die Innenstadt behutsam in Richtung Hafen zu erweitern ist das planerische Ziel für das Projekt „Neue Hafenkante“ auf dem ehemaligen Areal der Werhahn KG. Gewerbe und innerstädtisches Wohnen in Verbindung mit attraktiven Stadtplätzen und eine Hafenpromenade werden entstehen. Klagen aus der Nachbarschaft des Hafens lösten ein Ringen um einen guten Kompromiss aus. Doch Baurecht soll noch in diesem Jahr geschaffen werden.

Wo einst die Alexianer-Brüder auf 15 Hektar wirtschafteten, entsteht in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil mit 500 Wohnungen. Im ehemaligen Krankenhaus des Ordens regt sich schon neues Leben. Dort wurde ein Gesundheitszentrum etabliert und jüngst eröffnet.

 Die P+B Group hat die Brache der ehemaligen Schraubenfabrik erworben. Unter dem Titel „Grüne Furth“ wird dort ein gemischtes Quartier entwickelt.
Die P+B Group hat die Brache der ehemaligen Schraubenfabrik erworben. Unter dem Titel „Grüne Furth“ wird dort ein gemischtes Quartier entwickelt. Foto: P+B Group/bema

Die 6,5 Hektar große Brache einer ehemaligen Schraubenfabrik soll unter dem Schlagwort „Grüne Furth“ zu einem gemischt genutzten Quartier am Hauptbahnhof entwickelt werden. Gewerbe könnte sich in den vier alten Fabrikgebäuden etablieren, die erhalten bleiben.

Mit dem Wendersplatz, der derzeit überplant wird, verknüpft die Stadt ein echtes Zukunftsprojekt – die Landesgartenschau 2026.