Museum TextilWerk Bocholt zeigt Industriegeschichte vom Niederrhein

Textilindustrie am Niederrhein : Ein Fenster zur Welt der Industrie

Industrie, die Geschichte schreibt und Weichen für die Zukunft stellt: ein Museumsbesuch nicht nur für Nostalgiker.

Sie ist eine der wichtigsten Keimzelle für den wirtschaftlichen Erfolg der Region am Niederrhein: die Textilindustrie. Webereien, Spinnereien, Stoff- und Bekleidungsunternehmen erlebten schon im 19. Jahrhundert einen Boom, der die Zulieferer aus Maschinenbau und Chemie zu Höchstleistungen antrieb. Mönchengladbach wurde zum „rheinischen Manchester“, Krefeld zur „Stadt wie Samt und Seide“.

Was die Region stark gemacht hat, ist in ihren Ursprüngen heute noch zu erleben – besonders gut 100 Kilometer oder eine gute Autostunde entfernt in Bocholt. Im Textilwerk, einem Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, laufen sie noch, die Maschinen, die einst Exportschlager waren, zum Beispiel aus der Maschinenfabrik Franz Müller in Mönchengladbach aus den 1930er Jahren. Besucher erleben dort hautnah ein Stück industrielle Revolution mit aller technischen Faszination und den Folgen für Arbeitswelt und Gesellschaft. Das ist mehr als Erinnerung. Mit Blick auf die Digitalisierung scheint sich manche Entwicklung zu wiederholen. Zeit für einen Blick zurück – und in die Zukunft.

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