Kochen und Erzählen auf der Bühne des Landestheaters: Lichters Traum wird wahr

Kochen und Erzählen auf der Bühne des Landestheaters : Lichters Traum wird wahr

Wenn Dirk Gondersen nicht so gerne Kaffee trinken würde ... Wenn er dies nicht besonders gern bei Horst Lichter täte ... Wenn er dazu nicht auch noch immer mit dem Motorrad bei der "Oldiethek" vorführe... Viele "Wenn nicht" auf einmal, aber genau diesen ist es zu verdanken, dass dem Koch aus Grevenbroich demnächst die große Bühne bereitet wird. asdfas

Im Rheinischen Landestheater nämlich, wo Horst Lichter samt einem seiner Herde vor großem Publikum kocht und erzählt und danach im Foyer serviert, was den Menschen vorher nur schon per Duft den Mund wässrig gemacht haben dürfte. Der Verwaltungschef des RLT gehört seit längerem zu den Stamm(Kaffee)gästen in Lichters Restaurant.

Geredet hätten sie oft miteinander, über Motorräder und so, sagt Lichter, "ich wusste nur nie, was er macht". Bis Gondersen ihn eines Tages aufklärte und gleich fragte: "Möchtest du nicht mal bei uns im Theater etwas machen?" Ein Angebot, was eigentlich bei jemanden, der seine (Koch)Kunst immer ein wenig wie auf einer Bühne präsentiert, nur zu nahe liegt ...

So war Lichter denn auch keineswegs abgeneigt, zumal da er schon in Mönchengladbach und in Langenfeld in Stadthallen und ähnliches vor großem Publikum aufgetreten ist und wusste: Das kann funktionieren. Und nachdem er sich das RLT in Ruhe angeschaut hatte, war er dann vollends überzeugt. Von den Menschen, die dort arbeiten, von der Atmosphäre, "und dann ging alles sehr schnell", sagt der Koch, so dass "Lichters Traum" denn nun kurz vor der Realisierung steht und vom RLT und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung gemeinsam zum ersten Mal im März präsentiert wird.

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Mit Bühnenbild Was Horst Lichter kochen wird, will er noch nicht verraten: "Ein bisschen Geheimnis muss bleiben", sagt er, fügt indes gleich hinzu, dass er natürlich nicht auf der Bühne für einen vollen Theatersaal - immerhin rund 500 Besucher - kochen könne. Hilfreiche Geister hinter den Kulissen werden ihm zur Seite stehen, so dass die Leckereien in ausreichender Menge kredenzt werden können. Apropos Kulissen: Dass Lichter, wenn er außerhalb seines gewohnten Ambientes, der "Oldiethek" agiert, nie ohne seinen Herd auftritt, ist inzwischen gewohntes Bild, aber in einem richtigen Theater zu kochen und dabei von Erlebnissen mit seinen Gästen, von der Arbeit mit dem Fernsehen oder den Reisen mit seinem Herd zu erzählen, schreit geradezu nach einem entsprechend großen Bühnenbild.

Das kommt, verspricht er, hält sich allerdings bedeckt, wenn es um Einzelheiten geht. Nur so viel ist ihm zu entlocken: "Das soll nicht echt aussehen, sondern echt sein - genauso wie das, was ich erzähle." Deswegen baut er sein Bild auch selbst, will es mit eigenen Fundsachen bestücken. Kochen, Geschichten erzählen, Bühnenbild bauen - das alles steht für Lichter unter der Maxime, dass er nichts einfach nur für einen Tag, für eine Veranstaltung mache. "Ich möchte, dass Menschen danach fragen: Wann dürfen wir wiederkommen?"

Die Chance auf eine konkrete Antwort steht nicht schlecht, denn wenn die Premiere klappt, wird "Lichters Traum" noch öfter im RLT zu sehen und zu hören sein. Sechs Termine, so der Koch, habe man vorerst "geblockt", übers Jahr auf Frühling, Sommer, Herbst und Winter verteilt. Helga Bittner

Montag/Dienstag, 22./23. März, 20 Uhr, Karten unter Telefon 269933

(NGZ)
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