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Jede Menge Fanpost von Kindern: "Liber Kurbis ich kome balt wider"

Jede Menge Fanpost von Kindern : "Liber Kurbis ich kome balt wider"

In der Vorweihnachtszeit beginnt der Arbeitstag für acht Schauspieler des Rheinischen Landestheaters und ihre Kollegen der Bühnentechnik, Maske, Beleuchtung und Garderobe ungewöhnlich früh. Fast täglich öffnet sich nämlich der Vorhang für das Theaterrnärchen "Ameley, der Biber und der König auf dem Dach" um neun und um elf Uhr; gespielt wird für jeweils mehr als 400 Kinder im Schauspielhaus. Mit Begeisterung lesen die Schauspieler von "Ameley, der Biber und der König auf dem Dach" im Landestheater in ihren kurzen Pausen die Fanpost ihrer jungen Zuschauer. NGZ-Foto: L. Berns

In der Vorweihnachtszeit beginnt der Arbeitstag für acht Schauspieler des Rheinischen Landestheaters und ihre Kollegen der Bühnentechnik, Maske, Beleuchtung und Garderobe ungewöhnlich früh. Fast täglich öffnet sich nämlich der Vorhang für das Theaterrnärchen "Ameley, der Biber und der König auf dem Dach" um neun und um elf Uhr; gespielt wird für jeweils mehr als 400 Kinder im Schauspielhaus. Mit Begeisterung lesen die Schauspieler von "Ameley, der Biber und der König auf dem Dach" im Landestheater in ihren kurzen Pausen die Fanpost ihrer jungen Zuschauer. NGZ-Foto: L. Berns

Zwischen den beiden Vormittagsvorstellungen haben die Schauspieler eine gute halbe Stunde Zeit, um durchzuatmen. Gerade genug, um auch die Fanpost zu lesen. Und diese fließt reichlich. Über 100 Briefe und Bilder haben die jungen Zuschauer bereits an des Ensemble geschickt, und die Schauspieler haben viel Spaß dabei, ihre Bühnenfiguren in den Malereien wiederzufinden.

Aber auch Komplimente wie "Liebe Maja Eisenhans ich fande Deine aufürung cool" werden natürlich gern gelesen. Die Zweitklässierin Samara versichert, "Liber Kurbis ich kame balt wider", während Gianluca eine Frage an den Darsteller des etwas verwirrten Königs unter den Nägeln brennt: "Liber König du hast mir ser gut gefalen sagmal war dir das nischt peinlisch"...

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Kleine Ausstellung

Tägliche Beachtung wird der Einsendung der neunjährigen Franziska zuteil, die dem Ensemble für die Vorweihnachtszeit eigens einen "Ameley, der Biber und der König auf dem Dach"-Adventskalender bastelte und malte: Hinter den Türchen verbergen sich die verschiedenen Figuren aus dem Weihnachtsmärchen. Damit sich auch das Theaterpublikum an der Kinderpost, die natürlich immer von den Schauspielern beantwortet wird, erfreuen kann, wurden alle Briefe und Bilder im Foyer ausgestellt. Darunter sind kleine und große farbige Werke zu entdecken, die Szenen des Bühnengeschehens illustrieren, mal mit Wasserfarben, mal mit Bunt- oder Filzstiften gemalt.

Besonders überraschen mag ein scheinbar abstraktes Bild mit vielen farbigen Flächen, das aus der Klasse 1 b der Henri-Dunant-Schule, Dormagen kam; sein Titel lautet: "Das Zerspringen der Frau Wirx und ihrer Tochter in 1000 Stücke". Wer das schöne Kinderstück in der Inszenierung von Astrid Jacob sehen oder noch einmal sehen möchte, hat am zweiten Weihnachtsfeiertag die Gelegenheit; um stehen die Schauspieler wieder als Ameley, der Biber, der König und all die anderen im Schauspielhaus auf der Bühne.

(NGZ)