Bayrischer Rundfunk dreht Film über Heinz Imdahl: Lanker Karriere: Vom Metzger zum Opernstar

Bayrischer Rundfunk dreht Film über Heinz Imdahl: Lanker Karriere: Vom Metzger zum Opernstar

Meerbusch. Früher hat er Lank-Latum unsicher gemacht, erzählt der 76jährige Heinz Imdahl. Stationen seines Lebens zeichnet jetzt die Filmproduktion des Bayrischen Rundfunks für die Serie "Lebenslinien" auf. Drehort war auch Meerbusch. Vor der Metzgerei Martin Imdahl an der Hauptstraße hatte ein Fernsehteam aus München ein Podest aufgebaut, um Heinz Imdahl vor der Schaufensterauslage aufzunehmen.

Meerbusch. Früher hat er Lank-Latum unsicher gemacht, erzählt der 76jährige Heinz Imdahl. Stationen seines Lebens zeichnet jetzt die Filmproduktion des Bayrischen Rundfunks für die Serie "Lebenslinien" auf. Drehort war auch Meerbusch. Vor der Metzgerei Martin Imdahl an der Hauptstraße hatte ein Fernsehteam aus München ein Podest aufgebaut, um Heinz Imdahl vor der Schaufensterauslage aufzunehmen.

Neugierig verfolgten Kunden und Nachbarn das seltene Ereignis. Von Oberkassel über Lank-Latum nach Nürnberg und München führte der Weg des Heinz Imdahl. Als Sohn eines Metzgers trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters. Wenn die großen Gesellschaften in der Weinschänke van Dawen am Alten Markt feierten, in der schon Bundespräsident Theodor Heuss gespeist hatte, lieferte er die Wurst- und Fleischprodukte aus eigener Herstellung.

Doch schon bald zog es ihn ins künstlerische Metier. Als 24-Jähriger nahm er Gesangsunterricht, wechselte später ins Fach des Helden-Baritons an der Deutschen Oper am Rhein unter dem damaligen Generalintendanten Gustaf Gründgens. Touren durch Südamerika und andere Kontinente folgten. Nach einem Engagement in Nürnberg trat er in Bayerns Landeshauptstadt auf, wo er bis zur Pensionierung mit dem Ehrentitel Kammersänger auf der Bühne stand.

Mit seinem Hotel Chiemgauhof in Übersee-Feldwies und dem dazugehörenden Restaurationsbetrieb, samt Biergarten, schlug er den Bogen zurück zu seinen beruflichen Anfängen als Metzger. Heinz Imdahl fühlt sich nach Jahrzehnten in Deutschlands Süden immer noch als waschechter Niederrheiner und stellt das auch ständig unter Beweis. So verkauft er unter anderem Rheinische Sülze, die er in Konserven aus Lanker Produktion geliefert bekommt.

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Im Gegenzug bietet Martin Imdahl gerade zur Oktoberfestzeit bayrische Spezialitäten wie Weißwurst und Leberkäs an. Viele Meerbuscher kennen den 76-Jährigen noch von seinen Gesangsauftritten bei Kirchenkonzerten in Büderich und in anderen Stadtteilen. Bunte Abende im ehemaligen Saal Radmacher oder im Saal Schlöpfer, dem heutigen Forum Wasserturm, sind einigen Älteren noch gut in Erinnerung. "Ich denke gerne an die Zeit in Lank zurück", berichtet Heinz Imdahl. Die Ferientage bei der Oma mit den Cousins und Cousinen, die Ausritte auf den englischen Warmblütern, mit denen der Opa samt Kutsche zum Schlachthof

Die hohe Kunst des Singens

fuhr, hat er bis heute nicht vergessen. Sein professionelles Können als Opernsänger stellte er außerdem gerne im Kreis der Verwandtschaft unter Beweis. Bei kirchlichen Trauungen von Familienangehörigen demonstrierte er in der Lanker Pfarrkirche St..Stephanus zur Freude des Brautpaares und dessen Gäste die hohe Kunst des Singens. Über die ungewöhnliche Vita vom Metzger zum Opernstar und erfolgreichen Hotelier sendet Bayern 3 voraussichtlich am 15. Mai ab 19.30 Uhr ein 45minütiges Portrait über Heinz Imdahl. sti

(NGZ)