Rhein-Kreis Neuss: Landrat wirbt bei EU für sichere Energie

Rhein-Kreis Neuss: Landrat wirbt bei EU für sichere Energie

Delegation aus dem Rhein-Kreis beim parlamentarischen Abend der NRW-Vertretung in Brüssel.

Für eine auf viele Jahre verlässliche und ausgewogene Energieversorgung im Rhein-Kreis hat sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei einem Parlamentarischen Abend in der Vertretung Nordrhein-Westfalens bei der Europäischen Union in Brüssel stark gemacht. "Ich möchte für eine Energie- und Klimapolitik plädieren, die keine Energieform auslässt und bei der Umsetzung auch darauf achtet, dass die Energieversorgung sicher und bezahlbar bleibt", sagte Petrauschke vor zahlreichen Besuchern, darunter auch der Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz.

Die Energieversorgung müsse bezahlbar sein, so der Landrat, damit vor allem die Wirtschaft noch Spielraum für Investitionen habe. "Das ist etwa für die bei uns stark vertretene Chemie-, Aluminium- und Lebensmittelindustrie von existenzieller Bedeutung", sagte Petrauschke. Die Erfahrungen der vergangenen zwei, drei Jahre hätten gezeigt, dass die erneuerbaren Energien nicht so regelmäßig und sicher flössen, "dass wir auf die Braunkohle als Brückentechnologie und damit auf Kraftwerke verzichten könnten". Darum geht es auch in einer Resolution, die Petrauschke in der nächsten Kreistagssitzung verabschieden möchte. Vertreter der zum Parlamentarischen Abend gereisten Unternehmen Hydro, RWE und Currenta begrüßen die von Petrauschke vertretene Energie-Position. "Die energieintensive Aluminiumindustrie ist sehr dankbar für das Engagement des Rhein-Kreises, das in der Resolution des Kreistages zur heimischen Wirtschaft zum Ausdruck kommen soll. Das Aluminiumdreieck im Rhein-Kreis ist das globale Herz für die Weiterverarbeitung von Aluminium und wir hoffen deshalb auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit im Hinblick auf die von der EU-Kommission geplante Energie Union, denn deren Umsetzung steht erst am Anfang", so Thomas Mock von Hydro, während Currenta-Sprecherin Bettina Pöhler, erklärte: "Der Emissionshandel funktioniert - auch ohne Markteingriffe. Wir brauchen jetzt rechtzeitig eine zuverlässige Zusage aus Brüssel für Regelungen zum Erhalt der globalen Wettbewerbsfähigkeit."

(NGZ)
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