Kreismuseum Zons: "Neuland" bei sehenswerter Ausstellung entdecken.

Ausstellung in Dormagen : „Neuland“ im Kreismuseum Zons entdecken

Sehenswerte Ausstellung zeigt die Auseinandersetzung mit Ankommen, Entdeckungen und Heimat.

„Neuland“ steht für viele verschiedene Gefühle, neue Situationen und spannende, vielleicht auch Sorgen bereitende Erlebnisse: Im Kreismuseum Zons in Dormagen kann noch bis zum 25. August „Neuland“ betreten werden. Die sehenswerte Ausstellung setzt sich mit verschiedenen Neuanfängen, Entdeckungen und Premieren-Situationen auseinander, getreu dem Untertitel: „Finden, erkunden, ankommen“.

Mit einem ausführlichen Begleitheft können die Kunstwerke und ihre Entstehung besonders intensiv eingeordnet werden. Es macht Spaß, sich auf die vielen kreativen Facetten einzulassen, die rund um „Neuland“ entstanden sind. Eine öffentliche Führung bietet außerdem noch die Möglichkeit, sich noch näher mit der Ausstellung auseinander zu setzen: Am Mittwoch, 21. August, ab 14.30 Uhr. Die Führung kostet einen Euro pro Person plus Museumseintritt von vier Euro für Erwachsene und 1,50 Euro ermäßigt. Einwohner des Rhein-Kreis Neuss erhalten mittwochs freien Eintritt.

Die Ausstellung „Neuland“ bietet viele Aspekte von Ankommen, Entdechungen und Heimatgefühlen. Sie ist zugleich faszinierend, spannend, hoffnungsvoll, aber auch erschütternd und tief berührend. Die Besucher sollten viel Zeit für die Installationen, Kunstwerke und Texte einplanen: Es lohnt sich. Die Ausstellung im Themenjahr „Neuland“ des Museumsnetzwerkes Niederrhein zeigt Werke von 13 Künstlern sowie Fotografien und Gegenstände, die von Bürgern eingereicht wurden. So zeigt eine Wand Fotos – von der Hochzeit über Spuren im Sand bis zur Entscheidung für einen veganen Lebensstil. Die Künstler-Objekte stellen Neubeginn, Zurücklassen, Flucht, Heimat und Hoffnung auf verschiedene Arten dar. Auch der Prozess des „Neuland-Betretens“ gehört dazu.

Der Kölner Künstler Joachim Römer hat Vitrinen mit Heimat bestückt. Er brauchte „einen Gegenstand, den die Bürger mit Heimat verbinden, einige Sätze, was für sie Heimat bedeutet, die Lieblingsfarbe und den Migrationshintergrund“. Manches ist zum Schmunzeln und Staunen, anderes berührend und nachdenklich. Dann sorgen die 700 Badeenten der zeitgleich zu sehenden Ausstellung „Ente gut – alles gut!“ für Aufheiterung.

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