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Rhein-Kreis Neuss: Kreis wertet Krankenhäuser auf

Rhein-Kreis Neuss : Kreis wertet Krankenhäuser auf

Investitionsprogramm für den Dormagener Standort passierte am Montag den Fachausschuss. Vorgabe: moderne Operationssäle und mehr Intensivbetten.

Rund 18,6 Millionen Euro will der Rhein-Kreis investieren, um sein Krankenhaus in Dormagen-Hackenbroich zu ertüchtigen. Am Ende sollen sechs moderne Operationssäle zur Verfügung stehen. Außerdem wird die Zahl der Intensivbetten von 16 auf 23 erhöht. Das Investitionsprogramm passierte gestern den Kreis-Krankenhausausschuss. Es gilt als sicher, dass der Kreistag diese "Bauliche Zielplanung" durchwinken wird.

Experten halten die Modernisierung des Hospitals für geboten. Davon konnten sich gestern auch die Politiker um den Vorsitzenden Christian Will (Kaarst) überzeugen, denn der Ausschuss tagte im Krankenhaus. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1980 und verfügt als Akut-Krankenhaus über insgesamt 346 Betten in sechs Kliniken. Es ist als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Köln anerkannt.

Bereits im Vorfeld hatte sich die CDU festgelegt, dass sie die Investition mitträgt. Nach einer Klausurtagung hatte Fraktionschef Dieter W. Welsink gesagt: "Wir wollen weiterhin an beiden Standorten in Grevenbroich und Dormagen Allgemeinversorgung mit hohen medizinischen Standards anbieten." Der Vorsitzende der Kreis-CDU, Landtagsabgeordneter Lutz Lienenkämper, hatte ergänzt: "Wir bringen das Kreiskrankenhaus Dormagen auf den neuesten medizinischen und technischen Stand." Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) ist klar: "Mit diesen Investitionen sichern wir die medizinische Zukunftsfähigkeit des Rhein-Kreises." Das Erneuerungsprogramm könne nun, so Petrauschke, unter der bewährten Leitung von Krankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus umgesetzt werden. Neben den Kreis-Krankenhäusern sind die beiden Neusser Krankenhäuser - das städtische "Lukas" und das "Johanna-Etienne" in Trägerschaft der St.-Augustinus-Kliniken - Säulen der medizinischen Versorgung kreisweit.

Die öffentliche Positionierung der CDU rief Widerspruch der SPD hervor. Die sieht Vertraulichkeit verletzt, da die Christdemokraten ihre Absichtserklärungen aus der Beratungsunterlage für eine nicht öffentliche Sitzung ableiteten. Der Landrat soll das Verhalten rügen und prüfen, ob ein Straftatbestand vorliegt. Der Ältestenrat wird sich mit dem Fall befassen.

(NGZ)