Rhein-Kreis Neuss: Kreis-SPD meldet stabil mehr als 2000 Mitglieder

Rhein-Kreis Neuss: Kreis-SPD meldet stabil mehr als 2000 Mitglieder

Nach dem bundesweit positivem Votum für den Eintritt in die Große Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel haben zwar auch hierzulande einige (langjährige) Genossen die SPD verlassen, doch die kontinuierlichen Zugänge seit mehr als einem Jahr kompensieren die Verluste. "Wir liegen kreisweit stabil über 2000 Mitglieder", sagt Kreis-Vorsitzender Daniel Rinkert (30), "unter dem Strich wachsen wir seit Ende 2016 stetig." Der Jurist, der bei seinem ersten Anlauf im September den Sprung in den Bundestag verpasste, sieht die Kreispartei auf Kurs: "Wir sind voller Tatendrang und die Stimmung ist gut."

Ob der Kreis-Chef die Hand am Puls der Mitglieder hat, wird sich Montag (9.) zeigen. Dann moderiert Rinkert ein neues Veranstaltungsformat. "Linksbündig" soll Kunst und Politik zusammenführen. Für die Politik sorgen der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises, der sich innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion als "pragmatisch" einschätzt. Aus Mönchengladbach kommt mit Felix Heinrich der Fraktionschef. Musik machen das Frauen-Duo "2morrow" aus Grevenbroich und der Shanty-Chor Neuss. Bei freiem Eintritt geht's um 19 Uhr in der Trafostation an der Deutschen Straße in Neuss los.

Rinkerts großes Thema ist die Erneuerung der Partei. Zum Bundesparteitag am 22. April in Wiesbaden, auf dem Andrea Nahles zur neuen Vorsitzenden gewählt werden soll, hat die Kreis-SPD folglich einen Antrag gestellt. Tenor: Vier Kernthemen - digitale Arbeitswelt, soziale Sicherungssysteme, Europa, Bildung - sollen bereits bis zum 2019er Parteitag inhaltlich fixiert werden. "Das neue Grundsatzprogramm ist richtig und wichtig", sagt Rinkert, "es braucht aber Zeit, es zu diskutieren, zu formulieren und zu verabschieden. Wir meinen, dass unsere Kernthemen früher geschärft werden müssen." Daniel Rinkert wird in Wiesbaden persönlich für den Antrag werben. Er ist neben der Neusser Kreistagsabgeordneten Astrid Westermann der zweite Delegierte, den die Kreis-SPD zum Bundesparteitag nach Wiesbaden entsenden darf. Bereits am Mittwoch (11.) wird Daniel Rinkert dem Kreisvorstand vorschlagen, die vier Kernthemen auch in der Kreispartei diskutieren zu lassen: "Ich stelle mir vor, dass wir bereits vor dem Parteitag 2019 Ergebnisse präsentieren können."

(-lue)
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