Rhein-Kreis Neuss: Kreis-CDU will die Ringerhalle

Rhein-Kreis Neuss: Kreis-CDU will die Ringerhalle

Die schwarz-gelb-grüne Ratsmehrheit verweigerte in Dormagen einen 60 000 Euro teuren Zuschuss für die geplante Ringerhalle. Damit ist das Projekt tot wenn nicht der Rhein-Kreis als Finanzier einspringt. Im NGZ-Interview erklärt Dieter Welsink, warum er als Chef der CDU-Kreistagsfraktion für die Ringerhalle kämpft.

Herr Welsink, warum ist Ihnen die Ringerhalle so wichtig?

Dieter Welsink Der Rhein-Kreis Neuss in ein international anerkannter Spitzensportstandort. Wir müssen Bundesleistungszentrum bleiben, um unsere Chance zu wahren, eines der zukünftigen Regionalzentren des Leistungssports zu werden. Diesen Baustein können wir für gerade einmal 60 000 Euro legen, weil das Land und der AC Ückerath die Finanzierung zu 90 Prozent übernehmen.

Ihre Parteifreunde in Dormagen sehen das offenbar anders?

Welsink Die Dormagener CDU ist in eine Koalition eingebunden, da müssen Absprachen eingehalten werden. Außerdem ist es ja nicht unvernünftig in Zeiten leerer Kassen, sparsam zu wirtschaften.

Sie kommen aber im Kreis zu anderen Ergebnissen?

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Welsink Wir habe andere Prioritäten. Sport ist ein Instrument der Prävention und somit die beste Sozialarbeit. Wir müssen die Sportstätten bauen und unterhalten, damit die ehrenamtlich geführten Vereine ihre unverzichtbare Arbeit im Sinne von Bildung und Erziehung sowie Integration und Gesundheitsförderung leisten können.

Was macht Sie so sicher, dass die Kreis-FDP und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden mitziehen?

Welsink Wir haben gute Argumente. Auch in meiner Fraktion muss ich Überzeugungsarbeit leisten. Mit FDP-Chef Bijan Djir-Sarai habe ich mich abgestimmt und Peter-Olaf Hoffmann wird in der Bürgermeister-Konferenz bei seinen Kollegen um Unterstützung bitten.

Ludger Baten führte das Gespräch

(NGZ)
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