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Rhein-Kreis Neuss: Kinder aus Fukushima in Neuss angekommen

Rhein-Kreis Neuss : Kinder aus Fukushima in Neuss angekommen

Als die 20 Jungen und Mädchen aus der japanischen Region Fukushima vorgestern am Abend ankamen, musste erstmal das Eis gebrochen werden. Die Zwölf- bis 15-Jährigen hatten alle eine 17-Stunden-Reise hinter sich, waren müde und hatten sichtlich Sorge, ob es denn mit der Kommunikation klappen würde.

Mit einem Bus hatte der Kreissportbund die jungen Gäste, die bis zum 21. August in Neuss und den anderen Kreisstädten bleiben, vom Frankfurter Flughafen abgeholt. Im Vereinsheim des Schwimmvereins Neuss lernten sie ihre deutschen Gasteltern kennen. "Die Gasteltern sind alle mit sehr offenen Armen auf die Kinder zugegangen", sagt Axel Becker, Mitarbeiter des Kreissportamtes, der die Reise vor Ort für den Kreis begleitet.

Bislang klappte die Kommunikation aber einwandfrei, mit Englisch in erster Linie, ansonsten mit Händen und Füßen. So seien die kleinen Ängste laut Becker schon gestern, als Sport und ein Kennenlern-Spiel auf dem Programm standen, überwunden gewesen. Später ging's zum Glehner Turnverein für einen Grillabend. In den kommenden Tagen sollen sich die Kinder, die alle aus der verstrahlten Provinz Fukushima kommen, erholen — mit Sport und Freizeitaktivitäten.

Heute etwa sind sie bei TSV Bayer Dormagen zu Gast und legen dort die ersten Disziplinen fürs Sportabzeichen ab. "Ziel ist, dass die Kinder auch eine Urkunde damit nach Hause nehmen", sagt Becker. Außerdem geht es unter anderem ins Nordbad zum Schwimmen und nach Köln.

Seit fast acht Jahren gibt es ein Kooperationsabkommen in der Sportentwicklung, -förderung und -forschung zwischen Fukushima, dem Landessportbund, dem Institut für Sportsoziologie der Sporthochschule in Köln und dem Kreis. Der KSB hatte geplant, dass die Gäste nichts für die Reise bezahlen müssen. Dafür fehlen aber noch Spenden.

(NGZ)