Rhein-Kreis Neuss: Innovationspreis für Neusser Räderhotelier

Rhein-Kreis Neuss: Innovationspreis für Neusser Räderhotelier

Mit ihrer Idee vom Räderhotel schrieben Heinz und Robin Vogl eine Erfolgsgeschichte, die 1999 mit einer Niederlassung in Glehn begann und jetzt ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte: Ihr Unternehmen "4Wheels" gewann den Innovationspreis beim Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen".

Auf diese Auszeichnung ist Robin Vogl (42) stolz. Der geschäftsführende Gesellschafter: "Wir haben mit unserer Geschäftsidee Arbeitsplätze geschaffen."

Aus kleinen Anfängen im Großraum Düsseldorf wurde ein Branchenführer, der heute 54 Niederlassungen betreibt und mit 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 27,5 Millionen Euro erwirtschaftet. "Wir haben eine stabile Größe erreicht", sagt Robin Vogl, "wir wachsen aber immer noch." Insgesamt sind 1,2 Millionen Räder eingelagert, die zwei Mal im Jahr umgeschlagen werden — jeweils, wenn den Wechsel von Winter- auf Sommerräder ansteht und umgekehrt.

Die Idee: Autohäuser, Werkstätten und Händler haben oft ein Problem. Wo sollen sie die vielen Räder ihrer Kunden lagern? Das kostet Platz und Geld. Eine wirtschaftlich überzeugende Lösung entwickelten Heinz und Robin Vogl vor über zehn Jahren. Sie gründeten ihre ersten Räderhotels, in denen die Räder fachmännisch eingelagert werden. Dazu bieten sie Dienstleistungen an. Ein zeitnaher Hol- und Bringservice, transparentes Controlling, internetbasierte Pflege der Kundendaten. Auf Wunsch werden die Räder und Felgen gewartet und auch technisch geprüft.

Wer in und um Neuss den Namen Vogl hört, der denkt an "Reifen Vogl", der ein st als Reifenhändler mit angeschlossener Werkstatt sich um die Reifen der Autofahrer kümmerte. Heinz Vogel verkaufte sein Geschäft und meldete sich einige Jahre später mit seiner Idee von den Räderhotels in der Reifenbranche zurück. Verantwortung trägt heute Sohn Robin, dem Vater Heinz als Berater zur Seite steht. Auch wenn "4Wheels" seine Zentrale in Düsseldorf hat, "gefühlt" ist es ein Neusser Unternehmen. Robin Vogl wohnt an der Kaiser-Friedrich-Straße und er marschiert im Zug "Freiwild" bei den Hubertusschützen mit.

2400 Teilnehmer zählte der Wettbewerb, 365 Firmen und Initiativen gewannen. Seinen Tag der offenen Tür legte das Vogl-Duo auf den 8. August — allerdings nach München.

(NGZ)