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Rhein-Kreis Neuss: Industrie im Kreis steigert Umsatz um 13 Prozent

Rhein-Kreis Neuss : Industrie im Kreis steigert Umsatz um 13 Prozent

Die Industrie im Rhein-Kreis kommt mit Volldampf aus der Krise. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Industrie- und handelskammer, die die vom statistischen Landesamt veröffentlichten Industriekennzahlen untersucht hat.

Demnach stiegen die Umsätze der Betriebe 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent. Damit war der Rhein-Kreis einmal mehr eine Lokomotive in der Region und hatte großen Anteil daran, dass der Zuwachs im verarbeitenden Gewerbe am mittleren Niederrhein (plus 17 Prozent) deutlich über dem Landesschnitt von plus 13 Prozent lag.

Die Unternehmen der Region profitierten sowohl von einer steigenden Inlands- wie auch Auslandsnachfrage. "Die Industrie in unserer Region reagiert sehr sensibel auf Konjunkturschwankungen", erklärt IHK-Vizepräsident Harald Sassenrath. In einem Aufschwung würden die Umsätze überdurchschnittlich steigen, während die Entwicklung im Abschwung häufig etwas schlechter ist als insgesamt in NRW. Am Beispiel der Stadt Krefeld ist das deutlich ablesbar. Die Umsätze stiegen 2010 um 31 Prozent, doch hatte der Standort auch im Krisenjahr die stärksten Einbrüche hinzunehmen. Mönchengladbach und der Kreis Viersen blieben mit jeweils neun Prozent Umsatzzuwachs noch hinter dem Rhein-Kreis zurück.

Mit einer Exportquote von über 50 Prozent schon drittstärkste Region im landesweiten Vergleich, profitierten die Firmen im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein besonders von der Entspannung auf den Exportmärkten. Umstzsteigerung: plus 20 Prozent. Der Anstieg im Inlandsgeschäft (plus 15 Prozent) blieb dahinter leicht zurück.

Auch der Branchenvergleich zeigt Unterschiede auf. Automobilzulieferer sowie Hersteller von elektronischen und optischen Erzeugnissen steigerten ihre Umsätze um jeweils 62 Prozent, fast 30 Prozent erreichten Metallerzeuger und Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren mit. Chemische und Textilindustrie – zwei Leitbranchen am Niederrhein – lagen mit plus 20 Prozent im regionalen Schnitt.

Trotz der guten Umsatzzahlen hat die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe abgenommen. 68 000 Beschäftigte zählt die Industrie der Region – zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

(NGZ)