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Handwerkskammer Düsseldorf: 70 neue Jungmeister im Rhein-Kreis Neuss

Handwerkskammer Düsseldorf : 70 neue Jungmeister im Rhein-Kreis Neuss

Seit zwei Jahrzehnten verlassen jährlich knapp 1000 Absolventen die größte Meisterschule der Republik: die Akademie der Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf. Auch 2019 bestanden dort 939 Aspiranten die bekannteste Fortbildungsprüfung der deutschen Wirtschaft; das sind fast 100 mehr als ein Jahr zuvor.

Die erfolgreichen 214 Meisterinnen und 725 Meister konnten allerdings nicht wie geplant am Sonntag in der Düsseldorfer Stadthalle ihre Meisterurkunde in Empfang nehmen. Denn die Kammer sagte die 71. Zentrale Meisterfeier aufgrund der derzeitigen Entwicklung in Sachen Coronavirus ab. „An der Großveranstaltung mit 2600 Teilnehmern konnte mit Blick auf den gesundheitlichen Schutz des Einzelnen und die Generalprävention zur Unterbrechung der Infektionsketten nicht festgehalten werden“, begründete Kammerpräsident Andreas Ehlert die Entscheidung.

Im Kammerbezirk stechen einige Regionen und Kreise durch ihre vergleichsweise große Jungmeisterschar besonders hervor: so die Kreise Mettmann (75 Absolventen), Wesel (72) und Neuss (70) sowie Düsseldorf (72) und Essen (57), das gleich elf Jungmeister mehr beheimatet als in 2018.

Das Berufsziel „Meister im Kraftfahrzeughandwerk“ hat sich ungeachtet des Strukturwandels im Automobilsektor vorerst unverändert als „der“ Top-Meisterberuf behauptet: Die Werkstattunternehmen an Rhein, Ruhr und Wupper dürfen auf 193 Meisterabsolventen für ihren Führungskräftebedarf zurückgreifen. Zweitgrößter Meisterberuf mit 143 Absolventen ist wie im Vorjahr das Friseurgewerbe. In der starken Branchengruppe der Metall- und Elektro-Handwerke haben die Elektrotechniker (80 neue Meister) annähernd mit den Installateuren und Heizungsbauern (87) gleichgezogen. Größter Meisterberuf unter den Gesundheitsbranchen des Wirtschaftsbereichs ist der Augenoptiker (72 Jungmeister); in den gebäudenahen Branchen die Gruppe der Maler- und Lackierer (57 Absolventen). Meister der Orthopädietechnik (24), im Bestattungsgewerbe (23) und der Galvanotechnik (15) verzeichnen als aktuelle „Aufsteiger“ unter den Meisterberufen Zulauf, während Dachdecker (27) und Maurer und Betonbauer (19) rückläufige Prüflingszahlen aufwiesen. Der Anteil der weiblichen Absolventen kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 20 auf 23 Prozent. Die Gruppe der Meister mit ausländischem Pass hat sich im Fortbildungs- und Prüfungsjahr 2019 vergrößert – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 6 auf 7,3 Prozent.

(NGZ)