Rhein-Kreis Neuss: Gewerkschaft warnt vor "Alters-Hartz-IV"

Rhein-Kreis Neuss: Gewerkschaft warnt vor "Alters-Hartz-IV"

Die Zahl der Menschen, die im Rhein-Kreis Neuss neben ihrer Rente auf Grundsicherung angewiesen sind, ist in den vergangenen zehn Jahren um 55 Prozent gestiegen. 4313 Bezieher von "Alters-Hartz-IV" zählte der Kreis zuletzt. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Krefeld-Neuss jetzt mit.

Die NGG plädiert für eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. "Das Rentenniveau - also der Anteil der späteren Rente am Netto-Verdienst - muss unbedingt stabilisiert werden. Im Moment sind es 48 Prozent - langfristig sollten wir eher auf 50 Prozent kommen", so Wiesner. Die Politik müsse handeln. "Enorm wichtig ist aber auch die betriebliche Altersvorsorge. Sie ist ein großer Schutz gegen Altersarmut - gerade wenn sie fest im Tarifvertrag verankert ist." Immerhin gelte ab Januar: Betriebsrenten dürfen nicht mehr voll auf die Grundsicherung angerechnet werden. Ein neues Gesetz garantiere Freibeträge. "Damit haben etwa Kellnerinnen und Bäcker im Ruhestand deutlich mehr in der Tasche - vorausgesetzt, im Betrieb gilt ein tariflicher Altersvorsorgevertrag."

(NGZ)