Grevenbroich: Flut-Einsatz: Helfer in Magdeburg

Grevenbroich : Flut-Einsatz: Helfer in Magdeburg

Es ist bereits der zweite Einsatz für die Helfer aus dem Kreisgebiet in der Hochwasser-Region. Am Samstag gegen 23 Uhr erhielten sie den Alarm "Es geht erneut an die Elbe". Diesmal nach Magdeburg. Mit acht Fahrzeugen brachen 36 Feuerwehrleute und zwei Helfer der DLRG aus dem Rhein-Kreis in der Nacht zu Sonntag in die Hochwasserregion auf – mit rund 100 weiteren Kräften der Bereitschaft 4 der Bezirksregierung Düsseldorf. Zurzeit sind 647 Feuerwehrkräfte aus dem Rhein-Kreis, aus Düsseldorf und Essen sowie die Wasserrettungszüge vor Ort.

Es ist bereits der zweite Einsatz für die Helfer aus dem Kreisgebiet in der Hochwasser-Region. Am Samstag gegen 23 Uhr erhielten sie den Alarm "Es geht erneut an die Elbe". Diesmal nach Magdeburg. Mit acht Fahrzeugen brachen 36 Feuerwehrleute und zwei Helfer der DLRG aus dem Rhein-Kreis in der Nacht zu Sonntag in die Hochwasserregion auf — mit rund 100 weiteren Kräften der Bereitschaft 4 der Bezirksregierung Düsseldorf. Zurzeit sind 647 Feuerwehrkräfte aus dem Rhein-Kreis, aus Düsseldorf und Essen sowie die Wasserrettungszüge vor Ort.

Im Industriehafen müssen die Helfer ein Umspannwerk vor den Fluten schützen. Bisher ging das gut. Erreichen die Wassermassen die empfindlichen Teile des Werks, müsste die Anlage abgeschaltet werden — Stromausfälle wären die Folge. Ein Problem: Auch die Abwasserpumpen würden nicht mehr laufen. In drei Schichten sichern die Kräfte den Deich. "Der Einsatz zehrt an den Nerven. Seit Sonntag sind wir hier. Es könnte sein, dass wir noch bis Ende der Woche bleiben müssen", sagt Stefan Meuter, stellvertretender Kreisbrandmeister.

In einer Turnhalle sind die — meist ehrenamtlichen — Florianer aus allen Städten des Kreises untergebracht. Ein Trupp des Deutschen Roten Kreuzes, der ebenfalls aus Düsseldorf angereist ist, versorgt sie. Die Hilfe aus Nordrhein-Westfalen nehmen die Magdeburger mit großer Dankbarkeit entgegen. Das hat auch Stefan Meuter bereits erlebt: "Wir standen am Deich, und plötzlich kommen zwei Kombis voll mit belegten Brötchen an."

Der Einsatz der Ehrenamtler aus dem Rhein-Kreis ist für die Region dringend notwendig. "Der hohe Pegel wird sich wohl noch halten. So lange muss der Deich bewacht werden", sagt Meuter. Er hofft auf eine baldige Ablösung. "Jeder, der schon einmal Sand im eigenen Garten transportiert hat, weiß, wie schwer eine solche Arbeit über mehrere Stunden sein kann." Das jetzt eingesetzte Personal soll am Mittwoch ausgetauscht werden.

(draxl)
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