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Flüchtlinge im Rhein Kreis Neuss: Weniger Asylbewerber 2017

Statistik 2017 : Immer weniger Flüchtlinge im Rhein-Kreis Neuss

Die Zahl der neuen Flüchtlinge im Rhein-Kreis Neuss gehen immer weiter zurück. Im ersten Quartal 2017 wurden den acht Kommunen bislang 127 neue Asylbewerber zugewiesen - 2016 waren es im selben Zeitraum noch fast viermal so viele.

NRW hat in den ersten drei Monaten des Jahres 7887 neue Flüchtlinge aufgenommen, das geht aus einer Antwort des Landesinnenministeriums auf eine "Kleine Anfrage" CDU hervor. Darin werden auch aktuelle Zahlen für die acht Kommunen des Rhein-Kreis Neuss genannt. Demnach sank die Zahl der neuen Asylbewerber zwischen Januar und März auf 127, nachdem den Städten im ersten Quartal 2016 noch 478 Flüchtlinge zugewiesen wurden und die Zahl im letzten Quartal 2016 bei 667 lag.

Durch den Rückgang bleibt der Kreis auch unter der mit der Bezirksregierung Arnsberg vereinbarten Zielvereinbarung von 2,3 Prozent aller Flüchtlinge (181). So nahm beispielsweise die Stadt Neuss bislang gerade mal sieben neue Flüchtlinge auf, in Jüchen sank die Zahl sogar leicht, während Grevenbroich und Meerbusch noch die meisten Asylbewerber unterbringen musste.

  • Dormagen: Soll: 0,34 %, Ist: 0,1 %
  • Grevenbroich: Soll: 0,34 %, Ist: 0,8
  • Jüchen: Soll: 0,16 %, Ist: 0
  • Kaarst: Soll: 0,23 %, Ist: 0,03
  • Korschenbroich: Soll: 0,19 %, Ist: 0,2
  • Meerbusch: Soll: 0,26 %, Ist: 0,43
  • Neuss: Soll: 0,67 %, Ist: 0,1
  • Rommerskirchen: Soll: 0,11 %, Ist: 0
  • Plätze nicht belegt : NRW zahlt monatlich 3,6 Millionen für teils leere Flüchtlingsheime
  • Flüchtlingsunterkünfte in Allerheiligen und in Uedesheim : Geplante Asylheime in Neuss werden nicht gebaut
  • Dormagen : In Dormagen leben 1044 Flüchtlinge

Das Innenministerium geht außerdem davon aus, dass die Zahlen weiter zurückgehen: "Es ist bereits jetzt absehbar, dass sich bei einigen Kommunen die in der Zielvereinbarung vereinbarte Zahl der Zuweisungen reduzieren wird", heißt es im Schreiben der Landesregierung.

Noch Anfang April hatte der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer angeben, für 2017 in seiner Stadt mit 300 neuen Flüchtlingen zu kalkulieren. Gleichzeitig setzte die Stadt den Bau zweier Flüchtlingsunterkünfte in Uedesheim und Allerheiligen aus. Alle Neuankömmlinge sollen anders untergebracht werden können.

(cbo)