FDP im Rhein-Kreis Neuss wählen neuen Vorstand mit Bijan Djir-Sarai

Freie Demokraten im Rhein-Kreis Neuss: Bijan Djir-Sarai alter und neuer Kreisvorsitzender der FDP

Turnusgemäß wählen die Freien Demokraten auf ihrem Parteitag alle zwei Jahre einen neuen Kreisvorstand und Delegierte für den Bundesparteitag.

Als „historisch kältester Parteitag wird dieser Abend in die Geschichte eingehen“, schloss Bijan Djir-Sari die Veranstaltung der freien Demokraten am Mittwochabend ab und spielte damit auf die ausgefallene Heizung im Haus Neurath an. Bis zu den Verabschiedungsworten um kurz nach 22 Uhr hatten der neue und per geheimer Abstimmung wiedergewählte Kreisvorsitzende und insgesamt 89 stimmberechtigte Mitglieder rund um den Tagungspräsidenten Jochen Dürrmann bei ihrem Termin in Neurath einen wahren Wahlmarathon von 35 Personen absolviert. Dabei dürfte manch einem wiederum warm geworden sein.

„Wir werden größer und wir werden weiblicher werden“, hatte der alte und neue Vorsitzende anmoderiert. „Die Partei muss lebendig sein“, formulierte Dijr-Sari ein Ziel, das nichts mit Quoten („ich bin ein Gegener der Quote“), sondern mit Können und Engagement zu tun hat. Und tatsächlich folgen Frauen auf Positionen, die bislang Männer innehatten. So stellten sich der Korschenbroicher Rolf Kluthausen sowie Hermann-Josef Verfürth aus Neuss nicht mehr als Kreis-Vize zur Wahl. In diesem Kontext gab es per Beschluss eine weitere Neuerung: Die Zahl der Stellvertreter wurde von bisher zwei auf nunmehr vier erhöht – und nun durch die 47-jährige Neusserin Elena Fielenbach sowie Beate Kopp (71) aus Kaarst zusammen mit dem Jüchener Simon Kell und dem in Meerbusch lebenden Ralf Jörgens (55) vertreten. Auch die Schriftführung wird in den kommenden zwei Jahren von einer Frau geleistet: Die Grevenbroicherin Marina Cabibbo (30) wurde auf diesen Posten gewählt.

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Der neue Kreisvorstand hat sich viel vorgenommen. Er will an die Erfolge wie etwa die bei der NRW-Wahl 2017 anknüpfen. Deutschlandweit sind die Freien Demokraten im Rhein-Kreis der zweit erfolgreichste Kreisverband. In allen Städten sei die FDP wieder vertreten, „auf diesem Niveau wollen wir weitermachen“, beschrieb der Kreischef das Bestreben, sich auch beim Thema Strukturwandel einzubringen. „Klug“ sei es, sich „früh und systematisch auseinanderzusetzen“. „Die Energiewende wird ein Kraftakt. Es wird unsere Aufgabe sein, dass die Region stark bleibt und sich weiterentwickelt.“

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