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Expo Real 2019: Kaarst überzeugt mit Nachhaltigkeit

Immobilienmesse Expo Real 2019 : Kaarst überzeugt mit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Top-Infrastruktur sind schlagkräftige Argumente. Neue Unternehmen kommen – und weitere sollen folgen.

Natürlich ist Kaarst viel mehr als Ikea. Aber der schwedische Möbelkonzern spielt zweifellos eine große Rolle in der jüngeren (Wirtschafts-)Geschichte der Stadt. Immerhin feiert das Unternehmen in diesem Jahr sein 40-Jähriges am Standort. Die reiferen Semester werden sich erinnern: 1979 wurde Eröffnung gefeiert. Bis 2017 war Ikea an der Düsselstraße beheimatet, seitdem steht den Käufern von Regalen, Betten, Teelichtern und Co. der „More Sustainable Store“ im neuen Gewerbegebiet Kaarster Kreuz offen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Kaarster Expo-Real-Delegation, bestehend aus Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, Kämmerer Stefan Meuser sowie den Wirtschaftsförderern Sven Minth und Christoph Schnier, auch in diesem Jahr aller Voraussicht nach wieder auf das Thema mit den vier großen Buchstaben angesprochen werden wird - und es auch selbst in München aufs Tapet bringt.

Der Altstandort ist geräumt, die Folgenutzung am ehemaligen Auslieferungslager schon bestimmt; Hier befindet sich derzeit eine Privatklinik für Psychosomatische Erkrankungen im Bau, die Eröffnung ist für das kommende Frühjahr geplant. Die Einrichtung der Oberberggruppe bezeichnet Christoph Schnier als „Impuls aus der Gesundheitsbranche in Kaarst-Ost“. Für das rund 37.000 Quadratmeter große Hauptgrundstück im stark frequentierten, repräsentativen Eingangsbereich zur Kaarster Innenstadt wird momentan ein Masterplan entwickelt, der die künftigen gewerblichen Nutzungsmöglichkeiten definieren soll. „In integrierter Lage entsteht hier ein attraktiver Gewerbestandort, direkt an der S-Bahn und im Anschluss an die Autobahn 57“, wirbt Sven Minth. Die Stadt selbst wird parallel dazu den öffentlichen Verkehrsraum „optisch und funktional deutlich aufwerten“, verspricht Minth. Man wolle damit der hohen Qualität der Lage gerecht werden. Die kommunalen Investitionen und die künftigen gewerblichen Nutzungen – geplant ist vor allem ein Dienstleistungs- und Bürostandort - sollen das Gesamtgebiet nach und nach mit Leben füllen.

Die Deutsche Gesundheitsnetz Service GmbH baut in Kaarst. Foto: DGN

Das zweite große Projekt ist das Gewerbegebiet Kaarster Kreuz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ikea More Sustainable Store. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts entstehen auf einer Gesamtfläche von 11,5 Hektar flexibel parzellierbare Gewerbegrundstücke. Los geht’s bei einer Größe von etwa 1800 Quadratmetern. Insgesamt wird das Areal bis zu 35 Hektar umfassen. „Der offizielle Vermarktungsbeginn soll mit Rechtskraft des Bebauungsplanes in diesem Jahr in Angriff genommen werden“, erklärt Wirtschaftsförderer Minth. Die Nachfragesituation gestalte sich schon jetzt positiv. Interesse besteht demnach sowohl bei lokalen Unternehmen als auch bei Firmen aus der gesamten Metropolregion Rheinland. Die Expo biete zudem eine Plattform, mit deutschlandweit aktiven Entwicklern und Investoren ins Gespräch zu kommen, ergänzt Wirtschaftsförderer Schnier.

Der Clou aus Sicht der Kaarster Vermarkter liegt im nachhaltigen Konzeptansatz des Gebietes. Der Planungsprozess wurde vom Deutschen Institut für Nachhaltigkeit und Ökonomie zertifiziert. Für die sich dort ansiedelnden Betriebe und deren Mitarbeiter soll Nachhaltigkeit im Sinn einer „Win-Win Situation“ geschaffen werden. So wird beispielsweise ein hohes Augenmerk auf die Aufenthaltsqualität im Gebiet gelegt: Ein zentraler Platz mit gastronomischen Angeboten soll zudem die Attraktivität des Gebietes zu Gunsten der Mitarbeiter steigern. Und Angebote wie diese fruchten offenbar, denn kurz vor der Expo Real konnte die Kaarster Wirtschaftsförderung eine weitere große Ansiedlung vermelden: Die Deutsche Gesundheitsnetz Service GmbH (DGN), einer der führenden Anbieter im eHealth-Bereich, baut in Kaarst.

Das Unternehmen entwickelt auf Basis moderner Kommunikations- und Sicherheitstechnologien Systeme für den sicheren Datenaustausch zwischen Praxen, Kliniken und Laboren. Mit rund 45 Mitarbeitern wird das 1997 gegründete Unternehmen voraussichtlich Mitte 2021 von Düsseldorf an den Standort Kaarst wechseln.

Der Kaufvertrag über ein rund 8400 Quadratmeter großes Grundstück unweit des künftigen Gewerbegebiets Kaarster Kreuz wurde bereits Mitte September unterzeichnet. „Wir freuen uns sehr, dass wir die DGN von den Vorzügen unseres Standortes überzeugen konnten. Die DGN erfüllt gleich in mehrfacher Hinsicht unser Ziel, moderne, zukunftsgewandte und gut aufgestellte Unternehmen für Kaarst zu gewinnen“, sagt Minth.

Das Grundstück am Hüngert liegt in der Nähe des neuen Ikea-Hauses. Noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Unser neuer Standort ist verkehrsgünstig gelegen und bietet viel Raum für effizientes Arbeiten“, erklärt DGN-Geschäftsführer Armin Flender. Noch eine Erfolgsgeschichte aus Kaarst – bei der Expo Real wird sie zu hören sein.