Expo Real 2019: Grevenbroich wirbt mit Erfolgsgeschichten

Immobilienmesse Expo Real 2019 : Rommerskirchen: Wohnen und Arbeiten vor den Toren Kölns

Messe-Themen der Gemeinde sind unter anderem innovative Wohnprojekte, Flächen für Gewerbe und das Konzept für eine Mobilstation.

Für Maximilian Hoffmeier ist es die München-Premiere. Allerdings nicht aus touristischer Sicht: Der neue Wirtschaftsförderer der Gemeinde Rommerskirchen, seit Juni im Amt, fährt zum ersten Mal im Auftrag der Gemeinde zusammen mit Bürgermeister Martin Mertens und Carsten Friedrich, Leiter des Fachbereichs Planung, Gemeindeentwicklung und Mobilität, zur Immobilienmesse Expo Real in die bayerische Hauptstadt. Auf der Expo wird das Trio das Projekt „Wohnen an der Bergheimer Straße“ präsentieren. Es war bereits im vergangenen Jahr Thema „und wird uns auch noch die nächsten drei bis vier Jahre begleiten“, sagt Mertens.

Darum geht’s: Auf rund acht Hektar im Ortsteil Gill entlang der Bergheimer Straße soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Vorgesehen ist ein dreiteiliges Vermarktungsmodell, wobei die exakte Aufteilung noch nicht feststeht: Zum einen sollen – ganz klassisch – Flächen für Einfamilienhäuser an junge Familien veräußert werden. Zudem will die Rommerskirchen GmbH, eine hundertprozentige Gemeinde-Tochter, selbst Gebäude errichten. Drittens, und hier kommt die Expo Real ins Spiel, werden Investoren gesucht, die ebenfalls am Wohnungsbau interessiert sind. Genauer gesagt, geht es um Kooperationspartner im Bereich Gefördertes Wohnen. „Dass ein solches Interesse vorhanden ist, haben wir im vergangenen Jahr in München gemerkt“, sagt der Bürgermeister. Nun könnten langsam Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Erfolgsmodell: der Mariannenpark in Rommerskirchen. Foto: Standort Niederrhein GmbH

Für eine Kommune mit rund 14.000 Einwohnern ist es ein Großprojekt, mit dem eine Vielzahl an Menschen ins neue Gebiet ziehen könnten, darunter auch Singles und Senioren. Das „Mehrgenerationen-Viertel“ soll möglichst barrierefrei sein - und über eine eigene Kita verfügen.

Das Land NRW ist in Form des Programms  „Kooperative Baulandentwicklung“ mit an Bord. Vor fast genau einem Jahr war die zuständige Ministerin Ina Scharrenbach zur Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung zu Gast in Rommerskirchen. Der finanzielle Aspekt: Die Gemeinde erhält eine Landesbürgschaft von 11,5 Millionen Euro zum Aufkauf der Flächen. Auflage für dieses zinslose Darlehen ist, dass mindestens 30 Prozent der neuen Immobilien als „Geförderter Wohnungsbau“ entstehen. Diese Wohnungen können mit Wohnberechtigungsschein bezogen werden. Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern. Zwar könnte der erste Spatenstich im kommenden Jahr erfolgen, bis alle drei vorgesehenen Abschnitte „dicht“ sind, dürfte es jedoch 2027 werden.

Der Gewerbepark in Rommerskirchen ist, klar, Schwerpunktthema im gewerblichen Bereich. Er umfasst insgesamt rund 20.000 Quadratmeter. Die Nachfrage ist nach offiziellen Angaben sehr hoch, allerdings wählt die Gemeinde die Käufer nach bestimmten Kriterien aus. Ganz wichtig: Viele neue, gut bezahlte Arbeitsplätze am Standort.

Das Trio um Bürgermeister Martin Mertens hat außerdem den neuen Bahnhof, Stichwort „Mobilstation“, mit im Präsentations-Gepäck für München. Rund um das geplante Gebäude mit Fahrradstation, Taxistand und einem gastronomischen Angebot, voraussichtlich eine Bäckerei/Café, könnte sich Gewerbe ansiedeln – sozusagen (fast) mit eigenem Gleisanschluss.

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