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Expo Real: Rhein-Kreis Neuss findet Partner für Wohnungsbauprojekte

Initiative für bezahlbaren Wohnraum : Der Rhein-Kreis findet Partner für Wohnungsbauprojekte

Bis 2040 werden kreisweit insgesamt 22.426 neue Wohneinheiten benötigt. Der Rhein-Kreis Neuss will Kommunen mit einer Servicegesellschaft helfen, möglichst schnell günstigen Wohnraum zu schaffen. Dazu wurde jetzt ein Partner gefunden. Wie die Kooperation funktionieren könnte.

Der Rhein-Kreis Neuss scheint einen Partner für seine im März beschlossene „Service- und Koordinierungsgesellschaft für preisgünstigen und bezahlbaren Wohnraum“ gefunden zu haben. Damit könnten die Kommunen in Kürze auf zahlreiche Dienstleistungen zurückgreifen, wenn es darum geht, zügig neue Wohnungsbauprojekte umzusetzen. Auf der Immobilienmesse Expo Real führte die Delegation des Kreises unter Führung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke Gespräche mit der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH aus Münster, die auf die Entwicklung und die Realisierung von Stadtentwicklungsprojekten kleiner und mittelgroßer Kommunen spezialisiert ist. Petrauschke will das Unternehmen und sein Leistungsspektrum im nächsten Kreisausschuss vorstellen. Pyramis bietet Kommunen bei Bauprojekten Unterstützung von der ersten Idee bis zum abgeschlossenen Projekt aus einer Hand. Teilleistungen und die Kooperation mit eigenen Kräften der Kommunen sind auch möglich, ganz nach individuellem Bedarf. Die Stadt Jüchen und auch die Gemeinde Rommerskirchen könnten die ersten sein, die das Angebot in Anspruch nehmen.

Auf besonderes Interesse stießen bei der Messe in München genossenschaftliche Modelle für den Wohnungsbau. Pyramis begleitet solche Modelle und kann – wie in einem Referenzprojekt in Detmold – auch selbst in eine solche Genossenschaft mit Stadt und anderen Akteuren einsteigen. „Wegen des Genossenschaftsmodells müssen die Kommunen kein Vergabeverfahren durchführen“, sagt Petrauschke. Das beschleunige die Verfahren enorm. Eigene Grundstücke könnten durch die Kommunen als ihre Genossenschaftsanteile eingebracht werden. Weitere Vorteile: Städte und Gemeinden sicherten sich Einfluss auf die Vermietung und Mieter könnten in die Genossenschaft eingebunden werden. „Erfahrungsgemäß stärkt das die Mietergemeinschaft und führt zu einem besonderen gemeinsamen Verantwortungsgefühl für die Wohnungen“, sagt der Landrat.