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Rhein-Kreis Neuss: Erbischof Woelki wird Kardinal

Rhein-Kreis Neuss : Erbischof Woelki wird Kardinal

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki wird Kardinal. Das gab Papst Benedikt XVI. am Freitag in Rom bekannt. Die offizielle Ernennung findet am 18. Februar in Rom statt.

Der 55-jährige Woelki ist dann der jüngste Kardinal der katholischen Kirche. Bislang war es der 58-jährige Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx. Bislang gibt es 192 Kardinäle, darunter 7 Deutsche. Papstwahlberechtigt sind 108. Das Kardinalskollegium ist das wichtigste Beratungsgremium des Papstes, die unter 80-jährigen Kardinäle wählen das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Der gebürtige Kölner und frühere Kölner Weihbischof Woelki steht seit vergangenem August an der Spitze des Hauptstadtbistums. Er folgte Kardinal Georg Sterzinsky nach, der im Juni im Alter von 75 Jahren starb. Woelki wurde 1956 in Köln geboren und studierte in Bonn und Freiburg Theologie. Der Kölner Kardinal Joseph Höffner weihte ihn 1985 zum Priester. Nach seelsorgerischer Tätigkeit als Kaplan an St. Marien (Neuss), Präses der Kolpingsfamilie Neuss-Zentral, Militärpfarrer in Münster-Handorf und Kaplan an St. Joseph in Ratingen ernannte ihn fünf Jahre später Kardinal Joachim Meisner zu seinem Geheimsekretär. 1997 übernahm Woelki die Leitung des Bonner Theologenkonvikts Collegium Albertinum.

2000 wurde er an der "Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz" in Rom, die von der Gemeinschaft Opus Dei geleitet wird, mit einer Arbeit zur Bedeutung der Gemeinde im Gefüge der Kirche promoviert. Die Deutsche Bischofskonferenz wählte ihn im Herbst zu ihrem Caritas-Bischof, der in besonderer Weise für soziale Fragen zuständig ist. Woelkis bischöflicher Wahlspruch lautet: "Wir sind Zeugen".

(kna/url)