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Auf dem Rummel sind 275 Geschäfte verteilt: Ein Rummelbummel bis zum Ballermann

Auf dem Rummel sind 275 Geschäfte verteilt : Ein Rummelbummel bis zum Ballermann

Hieß es in den vergangenen Jahren vor allem "höher, schneller, weiter", so werden dieses Mal mehr Schwerpunkte gesetzt. Das verspricht sich das Team des Neusser Ordnungsamtes von einigen Umgruppierungen. So soll der ganze TÜV-Platz noch mehr herausgestellt werden. Dafür wurden attraktive Fahrgeschäfte auch an der "Rückweg-Seite" platziert.

Auf dem Rummel sind 275 Geschäfte verteilt, darunter 16 Fahr- und Großfahrgeschäfte, 20 Geschäfte für Kinder sowie Losstände, Schießbuden, Getränke- und Speisewagen, ein Riesenrad und ein Hau-den-Lukas. Auf dem fünf Hektar großen eigentliche Kirmesplatz sind etwa 130 Geschäfte aufgebaut, am Eingang steht der "Crazy Coaster", eine neue Achterbahn mit drehbaren Gondeln. Die Gesamtlänge beträgt 42 Meter, die Höhe 15 Meter.

Ebenfalls neu ist das Belustigungsgeschäft "Ballermann", in dem auf vier Etagen 28 Attraktionen angeboten werden, zum Beispiel Hängebrücke, Pendelboden, rotierendes Fass, eine zwölf Meter lange Spiralrutsche. Und das alles in Aufmachung wie auf Mallorca. Außerdem steht die Zwei-Stock-Geisterbahn "Geisterhöhle" erstmals auf der Neusser Kirmes, während der "Fliegende Teppich" und die Wildwasserbahn schon "Klassiker" sind. Die "Crazy Beach Party" ist eine Karussell-Schaukel, während das "Hex'n Wippn" mit der Illusion spielt, wobei die Gäste auch auf einer großen Schaukel sitzen.

"Die Preise der Fahrgeschäfte bleiben konstant", wagt Luise Schliebs, Vorsitzende des Vereins reisender Schausteller Neuss-Grevenbroich, eine Prognose. Zwischen vier und sechs Mark koste eine Fahrt. Mit den Eintrittspreisen müssen die Betreiber nicht nur das seit Jahren gleich gebliebene Standgeld an die Stadt zahlen, sondern vor allem ihre die Anschaffungskosten "reinholen". Eine Achterbahn kostet rund 4,5 Millionen Mark. Gegen unterschiedliche Bier- und Getränkepreise sind die Veranstalter machtlos, wie Luise Schliebs erklärt: "Der Ausschank liegt in den Händen der Brauereien." Insgesamt seien es allerdings "kirmes- und kundenfreundliche Preise".

Ein "Konkurrent" der Stausteller ist die Handy-Manie. "Seit viele Kinder ein Mobilfunkgerät besitzen, geht viel vom Taschengeld für die Anrufe und Nachrichten drauf, so dass sie auf der Kirmes nicht so viel ausgeben können", bedauert Luise Schliebs. Insgesamt werden wieder eine Million Besucher zum Schützenfest erwartet, die auch mehrere Millionen Mark an Umsatz bringen. Allerdings ist trotz steigender Besucherzahl die Menge der reinen "Sehleute" größer geworden. Viele Neusser und Gäste nutzen die Kirmes, um sich umzuschauen, nicht um auf Fahrgeschäfte zu gehen und sich beköstigen zu lassen.

Die Sicherheit wird großgeschrieben, wie Willi Schlabbers vom Neusser Ordnungsamt erläutert: "Wir verlangen von allen Schaustellern eine Haftpflichtversicherung und ein gut geführtes Baubuch." Mitarbeiter des Bauordnungsamtes und der Feuerwehr kontrollieren bei allen Fahrgeschäften die TÜV-Siegel und schauen nach sichtbaren Mängeln, während die Kollegen vom Neusser Ordnungsamt die Gastronomiebetriebe auf der Kirmes auf die Sauberkeit der Schankanlagen überprüfen. "An den Tagen der Kirmes nehmen die Prüfer vom chemischen Lebensmittelamt des Kreises Proben von den Speisen", erläutert Schlabbers.

Auch die Polizei ist verstärkt im Einsatz auf dem Kirmesplatz. Zwar sind die Beamten nicht mit einer eigenen Wache vertreten, dafür sind sie auf dem Rummel mit mehreren Fußstreifen vertreten. Wie in den Vorjahren haben sich die drei Hilfsorganisationen Malteser Hilfesdienst (am Eingang zum Festplatz), Deutsches Rotes Kreuz (Festwiese) und Johanniter Unfall Hilfe (Omnibusbahnhof) den Sanitätsdienst auf dem Kirmesplatz eingeteilt. Carina Wernig

Immer wieder ein Erlebnis: Die Neusser Kirmes bei Nacht. Hell und bunt strahlen die Lichter, die Karussells blinken und drehen sich, überall liegt der spezielle Kirmesduft in der Luft. Wie in den vergangenen Jahren soll eine Mischung aus alt-bewährten und neuen Fahrgeschäften und Buden dafür sorgen, dass sich die Neusser und die Gäste auf dem Kirmesplatz wohl fühlen. Neben der neuen Achterbahn mit drehbaren Gondeln und dem Belustigungsgeschäft "Ballermann" ist auch wieder das "gute alte" Riesenrad vertreten. -->