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Digitalisierung: Virtuelles Bürgerbüro Rhein-Kreis Neuss - Kommentar

Rhein-Kreis Neuss mit virtuellem Bürgerbüro : Digitalisierung braucht Vorreiter

Digitalisierung ist zwar in aller Munde, aber noch lange nicht in allen Köpfen und erst recht nicht in allen Amtsstuben angekommen. Der Rhein-Kreis zeigt mit seinem virtuellen Bürgerbüro, was geht. Warum das Projekt so wichtig ist.

Digitalisierung! Wer noch Zweifel hatte a) an der Rückständigkeit Deutschlands in diesem Bereich und b) an der Notwendigkeit digitaler Prozesse in Wirtschaft, Bildung oder Verwaltung, wird sehr wahrscheinlich in der Corona-Pandemie mit Lockdown, Quarantäne und Homeschooling eines Besseren belehrt worden sein. Trotzdem läuft es mit der Digitalisierung noch lange nicht rund. Die Fortschritte sind vielfach äußerst schleppend.

Beispiel Schule: Wird Frontalunterricht im Klassenzimmer ersetzt durch Frontalunterricht am iPad, ist noch nicht viel gewonnen. Richtig genutzt wird die Chance der Digitalisierung erst, wenn die technischen Möglichkeiten ausgereizt werden, zum Beispiel für eine individuelle Förderung von Schülern. Angepasst an den Wissensstand könnte gezielt an Defiziten und Stärken gearbeitet werden.

In der Kommunalverwaltung macht der Rhein-Kreis Neuss jetzt einen Riesensatz nach vorn. Das in dieser Woche präsentierte virtuelle Bürgerbüro des Kreises bietet einfachen Zugang zu Mitarbeitern zahlreicher Ämter, komfortabel, zeitsparend. Das Angebot ist noch im Aufbau, aber die Richtung stimmt. So wird Digitalisierung für die Bürger (be)greifbar.

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Das Beispiel zeigt, dass Digitalisierung kein Zukunfts- sondern ein Gegenwartsthema ist. In vielen Kommunen beschränkt sich die Digitalisierung noch zu oft auf Formular-Download und Online-Anmeldung für Sprechzeiten im Rathaus. Es gibt viel zu tun...