Rhein-Kreis Neuss: Digitalisierung: Kraftakt für Firmen

Rhein-Kreis Neuss : Digitalisierung: Kraftakt für Firmen

Industrie- und Handelskammer hat ihren neuen Geschäftsbericht vorgelegt.

11.041 eingetragene Ausbildungsverhältnisse, 3803 Weiterbildungsteilnehmer und 150 Existenzgründungsberatungen. Das sind nur drei von vielen interessanten Zahlen aus dem aktuellen Geschäftsbericht, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein unter dem Titel "Das IHK-Jahr in Zahlen und Bildern" vorgelegt hat.

Die IHK hat im vergangenen Jahr 3177 Rechtsauskünfte gegeben und 6930 Unternehmen zu Außenwirtschaftsfragen beraten. "Wir möchten die Öffentlichkeit mit dem Geschäftsbericht in komprimierter Form über die verschiedenen Aktivitäten des Haupt- und Ehrenamts, über unsere Dienstleistungen, Veranstaltungen und politischen Gespräche informieren", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

Die IHK steht ihren Mitgliedsunternehmen und Partnern in Politik und Verwaltung in vielen Bereichen zur Seite: Bei Fragen zur beruflichen Bildung, bei der Existenzgründung, beim Infrastrukturausbau, bei der Gewerbeflächenentwicklung sowie bei den Themen Internationalisierung, Forschung und Entwicklung und Energieeffizienz. Derzeit ist der Fachkräftemangel für viele Unternehmen eines der größten Probleme. "Er ist inzwischen für knapp 40 Prozent der Unternehmen das gravierendste Konjunkturrisiko", sagt Steinmetz. Zum Beispiel hätten vier von fünf Bauunternehmen momentan Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen. Ausbildung sei das beste Rezept gegen den Fachkräftemangel.

Auch die Bewältigung des digitalen Wandels ist für viele Unternehmen derzeit ein Kraftakt. "Die Digitalisierung hat unser Alltagsleben bereits voll erfasst und sie wird auch viele Prozesse in den Betrieben revolutionieren. Sie wird Geschäftsmodelle verändern und neue Chancen eröffnen. Darauf müssen sich die Unternehmen vorbereiten", sagt Steinmetz. "Wir unterstützen unsere Unternehmen aber dabei, diesen Wandel zu meistern."

Die Wirtschaft am Mittleren Niederrhein befindet sich für Steinmetz und den IHK-Präsidenten Elmar te Neues zum Jahresbeginn 2018 trotz der Probleme in einer Phase der Hochkonjunktur. Knapp jeder zweite Betrieb bezeichnete seine Geschäftslage als "gut" - eine günstigere Lagebewertung gaben die Unternehmen zuletzt im Spätsommer 2007 ab. Die gestiegene Auslandsnachfrage sorge für volle Auftragsbücher, die Beschäftigenzahlen befänden sich auf einem Rekordniveau, die Konsumlaune der Verbraucher steige und auch die Unternehmen würden wieder mehr investieren.

Der neue Geschäftsbericht der IHK ist auch im Internet unter www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/6453 abrufbar.

(NGZ)