Die SPD Neuss trauert um Fraktionsgeschäftsführerin Astrid Westermann

Eine angelernte Neusserin : SPD trauert um Geschäftsführerin Astrid Westermann

Sie war eine angelernte Neusserin; erwies sich dabei aber als eine Persönlichkeit, die schnell lernt. Im niedersächsischen Fallingbostel geboren, kam Astrid Westermann 1997 nach Neuss, um die Führung der SPD-Fraktionsgeschäftsstelle an der Oberstraße zu übernehmen.

Damals war Stephan Ingenhoven noch Vorsitzender der SPD im Rat der Stadt Neuss.

Der Beruf führte sie nach Neuss, wo sie heimisch wurde. Sie engagierte sich aber nicht nur in der Politik, sondern auch beim Eifelverein als Wanderführerin und im Deutsch-Französischen Kulturkreis. Ihre Familie und Freunde, ihre Partei und alle, die ihre zupackende und hilfsbereite Art schätzten, müssen nun ohne sie auskommen. Astrid Westermann verstarb am Montag. Sie verlor den langen Kampf gegen ihre heimtückische Krankheit. Sie wurde 60 Jahre alt. Seit 2014 gehörte Westermann dem Kreistag an.

In ihrer alten Heimat arbeitete Astrid Westermann für einen internationalen Konzern der Unterhaltungstechnik. Sie, die 1982 in die SPD eingetreten war, wechselte nach Neuss, um als professionelle Politmanagerin die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker zu unterstützen. Der lange Weg der Neusser SPD zu einer Partei, die Wahlen gewinnt und mit Reiner Breuer erstmals den Neusser Bürgermeister stellt, war ein Weg, den nicht zuletzt Astrid Westermann mit ihrer Leidenschaft ebnete. Darauf war sie stolz. Sie stand fest zu ihren Überzeugungen, verlor aber niemals ihre ansteckende Fröhlichkeit. Fraktionsvorsitzender Arno Jansen: „Astrid Westermann war viel mehr als eine Mitarbeiterin, sie war die Seele unserer Geschäftsstelle und ein ganz besonderer Mensch. Dass sie nicht mehr da ist, schmerzt mich sehr.“

(lue)
Mehr von RP ONLINE