Rhein-Kreis Neuss: Diakonische Werke vollziehen Fusion

Rhein-Kreis Neuss: Diakonische Werke vollziehen Fusion

Die Mitglieder der großen Diakonien im Kreis sind am Dienstag aufgerufen, für eine Verschmelzung beider Werke zu stimmen. Es entsteht ein neuer und kreisweit tätiger Wohlfahrtverband mit derzeit 1000 Mitarbeitern.

Dritter und letzter Akt der Diakonie-Fusion: Im Seniorenzentrum "Haus Tabita" in Korschenbroich befinden die Mitglieder der beiden großen Diakonischen Werke im Kreis am Dienstag, 29. Mai, ab 19.30 Uhr über deren Verschmelzung. Damit enden monatelange Verhandlungen.

Warum Fusion? Die Vereinigung der Diakonie Neuss und des Diakonischen Werkes im Rhein-Kreis wurde von den jeweiligen Vorständen mit dem Ziel angeregt, künftiges Wachstum richtig organisieren zu wollen. Einrichtungen und Arbeitsbereiche sollen zudem auf ein solides Fundament und dauerhaft gesichert werden.

Wie wird die Gesellschaft heißen? Das Diakonische Werk der evangelischen Kirchengemeinden in Neuss, das seine Vermögenswerte schon vorab auf den Partner übertragen hat, geht durch Verschmelzung unter. Im Ergebnis entsteht unter der Bezeichnung "Diakonie Rhein-Kreis" ein (weiterer) kreisweit agierender Wohlfahrtsverband.

Wie ist die neue Diakonie verfasst? Auch die Diakonie im Rhein-Kreis bleibt ein eingetragener Verein, in dem aber nur die Kirchengemeinden als Träger der Diakonie stimmberechtigte Mitglieder sind. Die neue Diakonie agiert in Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Kaarst, Korschenbroich und Rommerskirchen. Das Diakonische Werk Neuss-Süd, vom Zuschnitt der Arbeit her kein klassischer Wohlfahrtsverband, bleibt außen vor.

Zu wann greift die Fusion? Unterstützen die Mitglieder auch diesen letzten Beschlussvorschlag, muss der Diakonie Rhein-Kreis e.V. im Vereinsregister eingetragen werden. Erfolgt das zügig, wird die Fusion rückwirkend zum 1. Januar gültig.

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Wo hat die Diakonie ihren Sitz? Der Verein hat seinen Sitz in Neuss. Verwaltung und Geschäftsführung sollen zum 1. Januar 2019 in das Willi-Graf-Haus an der Venloer Straße ziehen, das schon erworben wurde, aber noch umgebaut werden muss.

Wer spricht für die Gesellschaft? Die Mitgliederversammlung als oberstes Gremium wählt kommenden Dienstag einen neuen Aufsichtsrat, der laut Satzung fünf bis neun Mitglieder haben kann und aus seiner Mitte einen Vorsitzenden bestimmt.

Wer führt die Geschäfte? Die Diakonie Rhein-Kreis hat mit Christoph Havers (62) und Bernd Gellrich (55) zwei Vorstände. Beide standen auch jeweils an der Spitze der fusionierenden Werke. Havers will die Zusammenführung weiter voranbringen und zieht deshalb die Option, im März 2019 in den Ruhestand gehen zu können, nicht. Die jeweils stellvertretenden Vorstände Stephan Butt und Karin Kremer-Schillings spielen im neuen Vorstand keine Rolle mehr, erhalten aber klar zugeordnete Aufgabenfelder, die sie als Geschäftsführer bearbeiten.

Was bedeutet die Fusion für die Mitarbeiter? Nichts. Die Arbeitsverhältnisse der rund 1000 Beschäftigten bleiben mit allen erworbenen Rechten unangetastet. Fusionsbedingte Kündigungen gibt es nicht.

(-nau)