Ehrenamt im Rhein-Kreis Neuss Nominiert für den Engagementpreis

Rhein-Kreis · Für ihren freiwilligen Einsatz wurden bundesweit 463 Menschen für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Auch im Rhein-Kreis gibt es Engagierte, die dafür nominiert wurden.

 Senioren mit Tablets auszustatten und ihnen den Umgang zu erklären: Das ist die Projektidee von Niklas Büchel und Marcel Kolb.

Senioren mit Tablets auszustatten und ihnen den Umgang zu erklären: Das ist die Projektidee von Niklas Büchel und Marcel Kolb.

Foto: dpa/Uli Deck

 Da wäre etwa die Initiative „Stille Geburten“, die von Petra Friese aus Rommerskirchen gegründet wurde. Jene Initiative kümmert sich um die Eltern, deren Kinder tot zur Welt kommen werden. Der Verein fungiert dabei als Bindeglied zwischen Eltern, einer Doula und dem Krankenhaus: Jene Doula begleitet Betroffene vor, während und nach der emotional schwierigen Geburt. Ebenso engagiert sich die Initiative auch für eine würdige Beerdigung. Der Verein vermittelt praktische und  therapeutische Hilfe.

Aus Jüchen ist Bernd Mockel, Mitglied im Geselligkeitsverein Wallrath 1922, für den Preis nominiert: Es handelt sich um einen Heimatverein im Ortseil Jüchen-Wallrath. Der Verein pflegt Denkmäler, Brauchtum, Dorfgeschichte und Mundart: So wird jedes Jahr unter anderem die Klompenkirmes als als historisch überliefertes Volks- und Heimatfest von dem Verein ausgerichtet.

Aus Korschenbroich nominiert ist die Organisation Gardening 4ju, die von Vivienne Mohnen betreut wird: Es ist ein Umweltprojekt, das auf Wunsch von Korschenbroicher Kindern und Jugendlichen entstanden ist.  Menschen zwischen 11 und 27 Jahren können mitmachen und helfen eine 500 Quadratmeter große Fläche zu pflegen und zu bewirtschaften. Die Jugendlichen müssen sich täglich um den Garten kümmern und beispielsweise die Aufgaben wie Gießen, Einpflanzen oder Ernten selbstständig koordinieren und ausführen.

Tablets für Seniorenhäuser in Kaarst-Büttgen/Korschenbroich heißt die Organisation, die Niklas Büchel und Marcel Kolb gemeinsam stemmen.  Die Idee dahinter? In Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen hat die junge Generation ihre sozialen Kontakte hilfsweise ins Digitale verlegt. Senioren, die nicht über das technische Wissen verfügten, waren schnell abgeschnitten. Deshalb setzen sich Niklas Büchel und Marcel Kolb dafür ein, Seniorenhäusern die technische Ausstattung und das notwendige Wissen zur Verfügung zu stellen. Konkret bedeutet das, dass zuerst Spendengelder organisiert wurden und mit diesen dann Tablets von lokalen Händlern gekauft wurden. Es gibt eine technische Einführung ehe die Tablets im Seniorenhaus übergeben werden. Niklas Büchel und Marcel Kolb sind einzeln, einmal für Kaarst und einmal für Korschenbroich nominiert.

Aus Neuss sind die Interkulturelle Projekthelden mit ihrem Vorsitzenden Umut Ali Öksüz nominiert: Der Verein setzt sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. Ziel ist es junge Menschen aus allen Kulturen und Herkünften zusammenzubringen und zu fördern. Dabei leistet der Verein Integrationsarbeit, er organisiert  freizeitpädagogische Aktivitäten und außerschulische kulturelle Bildungsangebote. Dabei möchte der Verein Raum für Begegnungen schaffen, um Vorurteile abzubauen. Denn der Verein setzt sich seit Jahren auch  in der Präventionsarbeit, etwa gegen Rassismus ein.

(NGZ)
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