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Rhein-Kreis Neuss: Der Winterdienst war den ganzen Tag lang im Einsatz

Rhein-Kreis Neuss : Der Winterdienst war den ganzen Tag lang im Einsatz

Räumfahrzeuge befreiten gestern viele Straßen im Rhein-Kreis Neuss vom Schnee.

Schon seit Oktober waren die Räumdienste des Rhein-Kreises in Alarmbereitschaft gewesen, doch erst gestern kamen sie im Laufe des Tages zum Einsatz. In Neuss waren zehn Streu-und Räumfahrzeuge unterwegs, unterstützt von zwei Kolonnenwagen. "17 Mitarbeiter haben den ganzen Tag die Verkehrswege geräumt", sagte Jürgen Scheer, Sprecher der der Abfall- und Wertstofflogistik Neuss GmbH (AWL).

Bei den Wirtschaftsbetrieben Grevenbroich rückten 40 Mitarbeiter und sieben Fahrzeuge aus. "Vor der zweiten Tour haben wir, als der Schneefall einsetzte, an den Streufahrzeugen die Räumschilde montiert", erklärt Geschäftsführer Rainer Baumgardt, der um Verständnis bittet: "Wir können nicht überall zugleich sein." Eine weitere Bitte: Autofahrer sollten beim Parken darauf achten, dass die Lkw mit dem über drei Meter breiten Schild auf den Straßen durchkommen.

Auch in der Gemeinde Jüchen "waren die Mitarbeiter vom Winterdienst pausenlos im Einsatz", erklärt Gemeindesprecher Jürgen Wolf. Im vergangenen Jahr hatte der Jüchener Winterdienst Probleme gehabt, die Schneelast schnell zu bekämpfen. Gestern musste die Landstraße 71 um 16 Uhr zwischen Bedburdyck und Hemmerden wegen Schneeverwehungen gesperrt werden.

Die Züge der Regionalbahn 38 waren voller als sonst, so mancher ließ angesichts Schnee und Eis das Auto stehen und nahm die Bahn. "Die RB 38 verkehrte mit leichten Verspätungen, etwa weil Züge in den Bahnhöfen auf andere warten mussten", erklärte ein DB-Sprecher in Düsseldorf. Mehr Störungen habe es im Raum Köln gegeben.

In Dormagen kam es im Busverkehr teils zu erheblichen Verspätungen. "Zum Glück hatten wir aber keine Ausfälle der Linien. Nur die Fahrpläne konnten wir natürlich nicht einhalten", sagt Andrea Kunz von der SVGD. Die Telefone in der Zentrale der Verkehrsbetriebe blieben den Tag über verhältnismäßig ruhig. "Unsere Kunden haben sich auf die Schneefälle eingestellt, sie sind ja auch seit Tagen vorhergesagt", fügt Kunz hinzu. Weniger ruhig ging es bei den Technischen Betrieben Dormagen zu. "Wir sind seit dem Morgen mit sechs Fahrzeugen und 26 Mann zu Fuß unterwegs", sagt der Leiter des Bauhofes, Franz Picker. Erst gegen Mittag gab es eine Pause. "Das ist ein echt anstrengender Job. Sie räumen fast einen Kilometer Gehweg von Hand, normale Menschen sind schon nach dem Räumen des eigenen Grundstücks k.o.", fügt Picker hinzu.

(busch-, cvh, csh, hko)