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Rhein-Kreis Neuss: Der Rhein-Kreis will mit Spitzensport werben

Rhein-Kreis Neuss : Der Rhein-Kreis will mit Spitzensport werben

Wer über Handball spricht, der denkt an Gummersbach oder Großwallstadt, Tauberbischofsheim steht fürs Fechten und Köllerberbach wurde durch seine Ringer bekannt. Sport profiliert und stärkt das Image.

"Erfolgreiche Sportler sind Vorbilder", sagt Jürgen Steinmetz, "sie betreiben beste Standortwerbung." Darum unterstützt der Allgemeine Vertreter des Landrates die Idee, dass der Spitzensport systematisch zu einer Dachmarke für den Rhein-Kreis aufgebaut wird.

Eine Fachagentur soll dem Rhein-Kreis, Vereinen und potenziellen Sponsoren aus der Wirtschaft auf die (Marketing-)Sprünge helfen. Auf die bundesweite Ausschreibung folgten vier Angebote. Über den Zuschlag entschied jetzt der Kreisausschuss. Das Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln, das unter der Leitung von Professor Christoph Breuer steht, wird bis Anfang 2012 ein Konzept erarbeiten. Der erste Termin ist bereits am 12. Oktober.

Über das Honorar, das der externe Berater erhält, schweigt sich der Rhein-Kreis als Auftraggeber aus. Es handele sich, so Steinmetz auf NGZ-Anfrage, um einen "überschaubaren fünfstelligen Betrag". Der könne aus Finanzresten bezahlt werden, ohne dass der laufende Haushalt belastet werde.

Die (Marketing-)Bedeutung des Spitzensports stand hierzulande zu Jahresbeginn plötzlich auf der Tagesordnung. Da drohte dem Handball-Bundesligisten DHC Rheinland und somit dem sportlichen Aushängeschild die Insolvenz. Schnell wurde deutlich, dass es für direkte Zuschüsse aus kommunalen Kassen für den Spitzen- beziehungsweise für den Profisport keine politische Mehrheit geben kann.

Nach eingehenden Gesprächen mit Vereinen des Spitzensports — unter anderem DHC Rheinland, TV Korschenbroich, Bayer Dormagen oder Elefants Grevenbroich — nahmen die Überlegungen Gestalt an, Spitzen- und Leistungssport zu einem Faktor der Imagewerbung für den Rhein-Kreis werden zu lassen. Auch aus ortsansässigen Unternehmen hat Steinmetz nach eigenen Angaben "positive Signale" empfangen. Das nun in Auftrag gegebene Konzept soll die Rahmenbedingungen aufzeigen.

(NGZ)