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Der Einkaufsdienst des Rhein-Kreises für Menschen in Quarantäne wird gut angenommen.

Corona-Hilfe im Rhein-Kreis : Hilfsangebote werden gut angenommen

Einkaufen oder mit dem Hund Gassi gehen, wenn die Quarantäne einem nicht erlaubt, die Wohnung zu verlassen, stellt ein Problem dar. Helfer vermittelt da das Kreissozialamt. 400 Anfragen gab es im vergangenen Jahr.

Der Rhein-Kreis hat bereits im vergangenen Jahr einen Einkaufsdienst für Menschen in Quarantäne eingerichtet. „Wir vermitteln Hilfsangebote in der Nähe, und ich bin allen Helferinnen und Helfern im Rhein-Kreis Neuss dankbar, die sich seit Ausbruch der Pandemie für ihre Mitmenschen engagieren“, sagt Krisenstabsleiter Dirk Brügge. Allein im April sind 66 Anfragen in ihrem Amt eingegangen. Gefragt war nicht nur Hilfe beim Einkauf, sondern auch Unterstützung beim Gassi gehen. Barbara Nieskens und Alice Bieberich-Muckel erstellen im Sozialamt als Pflegesachverständige Gutachten und beraten Bürger zur Heimunterbringung und zu ambulanten Hilfen. Im vergangenen Jahr haben sie neben dieser Arbeit in rund 400 Fällen schnell und kostenlos Hilfe vermittelt. Anfragen erhalten sie über die Kollegen des Kreisgesundheitsamtes, die in engem Kontakt mit den Menschen in Quarantäne stehen und in ihren Telefonaten auch fragen, ob diese Unterstützung benötigen. Bereits zu Beginn der Pandemie hatte der Krisenstab des Rhein-Kreises Kontakt mit den örtlichen Wohlfahrtsverbänden aufgenommen und deren Angebote abgefragt. Nieskens und Bieberich-Muckel versuchen schnell zu helfen, indem sie passgenaue Unterstützung finden. Die Hilfsbereitschaft im Rhein-Kreis Neuss sei enorm groß: Neben Caritas und Diakonie bieten zahlreiche Gruppen ihre Hilfe an. Fast in jeder Kommune haben sich Freiwillige zusammengeschlossen – in Neuss zum Beispiel die muslimische Ahmadiyya Gemeinde, in Grevenbroich die Gruppe „Kein Corona für die Oma“. Auch in den anderen Kommunen gibt es vergleichbare Angebote: von den „Helfenden Händen“ in Kaarst und Dormagen bis hin zu #rokibstrong in Rommerskirchen. „Diese örtlichen Gruppen sind eine enorme Hilfe; einige haben wir über die sozialen Medien gefunden. Wir prüfen die Angebote und nehmen sie in unsere Liste auf, wenn sie zuverlässig sind und die Zusammenarbeit gut funktioniert“, so Nieskens. Darüber hinaus arbeiten sie und ihre Kollegin eng mit den Kommunen zusammen und leiten einzelne Anfragen an diese weiter. Bei rund einem Viertel der Anfragen geht es um Hilfe beim Gassi gehen.

Während zu Beginn der Pandemie vor allem ältere Menschen den Versorgungsdienst in Anspruch genommen haben, sind inzwischen alle Altersgruppen nahezu gleich stark vertreten. Freiwillige Helfer können sich im Online-Portal des Rhein-Kreises anmelden mit Angaben zu möglichen Tätigkeiten und zu besonderen Kenntnissen oder Fähigkeiten unter: rkn.nrw/ehrenamt.

(NGZ)