Heribert A. Hilgers geehrt: Der Dom als Leitmotiv und die Dialektliteratur

Heribert A. Hilgers geehrt: Der Dom als Leitmotiv und die Dialektliteratur

"Er lässt in seinem Schaffen die Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit vergessen. Seine Publikationen und Wirken werden dementsprechend nicht nur in der gelehrten Welt, sondern auch in einer breiteren, interessierten Öffentlichkeit wahrgenommen." Landrat Dieter Patt (l.) überreichte die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung für Verdienste um Mundart und Brauchtum an den Kölner Heribert A. Hilgers, der mit seiner Frau zur Verleihung gekommen war. NGZ-Foto: H. Jazyk -->

"Er lässt in seinem Schaffen die Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit vergessen. Seine Publikationen und Wirken werden dementsprechend nicht nur in der gelehrten Welt, sondern auch in einer breiteren, interessierten Öffentlichkeit wahrgenommen." Landrat Dieter Patt (l.) überreichte die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung für Verdienste um Mundart und Brauchtum an den Kölner Heribert A. Hilgers, der mit seiner Frau zur Verleihung gekommen war. NGZ-Foto: H. Jazyk -->

So handele der neue Preisträger Heribert A. Hilgers im Sinne von Franz-Peter Kürten, sagte Landrat Dieter Patt jetzt in Zons. Dort konnte der Kölner Heribert A. Hilgers die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung entgegen nehmen, die der Kreis Neuss und das Internationale Mundartarchiv für besondere Verdienste um die rheinische Mundartliteratur und das rheinische Brauchtum verleiht. Hilgers ist in der Reihe der Preisträger in den vergangenen zehn Jahren der vierte Kölner. "Es scheint, dass die Kölner ein besonderes Händchen für Bräuche, Tradition und Umgang mit Erhaltenswertem entwickelt haben", sagte der Leiter des Internationalen Mundartarchivs "Ludwig Soumagne", A. Thyssen in einer Rede auf Hilgers.

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Die eigentliche Laudatio auf den Preisträger übernahm der ehemalige Kölner Bürgermeister Jan Brügelmann. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Monika Kampmann und Ingrid Ittel-Fernau auf der einenen Seite sowie Uschi Werner-Fluss und Henner Berzau gestaltet. Sie ehrten einen Mann, der seit 1980 Vorsitzender des Heimatvereins Alt-Köln ist und der sich seit Jahrzehnten als kritischer Begleiter und kompetenter Rezensent im dialektliterarischen Leben Kölns und darüber hinaus einen Namen gemacht hat. In seiner Rede erinnerte Thyssen an die Preisträger der vergangenen zehn Jahre, vom ersten Geehrten im Jahr 1991, Ernst Mömkes, dem langjährigen Leiter der Rheinischen Redaktion beim WDR in Köln, bis zum Germanisten Professor Helmut Fischer, der den alle zwei Jahre verliehenen Preis im Jahr 1999 entgegen nehmen konnte.

Thyssen erinnerte aber auch an den Namensgeber des Preises, Franz-Peter Kürten, rheinisch-bergischer Volkskundler, Poet, Rundfunkpionier und Hörspielautor. Er wäre in diesem Jahr 110 Jahre alt geworden. Der Preis war von Dankwart Kürten gestiftet worden, dessen Frau Lucie Thyssen zur Preisverleihung begrüßte. Lucie Kürten galt der Dank des Mundartarchivs. Sie habe engagiert die Nachfolge ihres Mannes angetreten. F.R.

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