Rhein-Kreis Neuss: Dehoga kritisiert Airbnb und ähnliche Anbieter

Rhein-Kreis Neuss: Dehoga kritisiert Airbnb und ähnliche Anbieter

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW übt scharfe Kritik an der Sharing-Economy in der Beherbergung. Das Wachstum von Plattformen wie Airbnb oder Wimdu führe zu Wohnungsengpässen in vielen Städten und Steuerausfällen in den Kommunen; ein fairer Wettbewerb mit etablierten Marktteilnehmern wie Hotels oder Pensionen sei nicht in Sicht. Das teilt die Dehoga NRW mit und fordert, dass der "Missbrauch von Wohnraum zu gewerblichen Zwecken" eingedämmt werden müsse.

"Wir haben kein Problem mit neuen Mitbewerbern. Es geht auch nicht um den Studenten, der sein WG-Zimmer fünf Mal im Jahr untervermietet, aber es muss sichergestellt sein, dass die bestehenden Regeln für alle professionell-gewerblichen Anbieter gleichermaßen gelten", fordert Bernd Niemeier, Präsident des Dehoga NRW. Der Verband bezweifelt zudem, ob Steuern aus Vermietung oder "Bettensteuern" abgeführt und seitens des Staates überhaupt durchgesetzt werden.

Eine wesentliche Voraussetzung hierfür wäre die Einführung einer staatlichen Registratur-Pflicht für alle Kurzzeit-Gastgeber, aus der hervorgeht, wer was und in welchem zeitlichen Umfang vermietet. "Die Städte wissen häufig ja gar nicht, wer da was anbietet", meint Niemeier. Jede Kommune sollte ein Interesse am Beherbergungsmarkt vor Ort haben.

(NGZ)