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Corona im Rhein-Kreis Neuss: IHK bietet Projekt "Azubi-Sharing" an

Ausbildung im Rhein-Kreis Neuss : „Azubi-Sharing“ in der Corona-Zeit

Betriebe sollen Auszubildende von Unternehmen, die vom „Lockdown“ betroffen sind, vorübergehend übernehmen. Die IHK Mittlerer Niederrhein unterstützt das Projekt „Azubi-Sharing“.

Die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen insbesondere Gastronomiebetriebe und Hotels. Viele Ausbildungsbetriebe müssen aufgrund des Lockdown seit dem 2. November schließen und können ihre Auszubildenden wegen fehlender Arbeit oder gar vorübergehender Betriebsschließung nicht mehr praxisgerecht ausbilden. Andererseits gibt es laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein Betriebe, die gerne zusätzliche Auszubildende einsetzen würden, wie beispielsweise der Lebensmitteleinzelhandel. Diesen Unternehmen bietet die IHK mit dem Projekt „Azubi-Sharing“ Unterstützung an. Die Idee: Ausbildungsbetriebe geben ihren Auszubildenden vorübergehend an einen anderen Ausbildungsbetrieb ab. Azubis können ihre Ausbildung ohne Unterbrechung fortsetzen, und der abgebende Betrieb wird entlastet – in der Ausbildung bei brachliegendem Geschäft und bei der Ausbildungsvergütung des Azubis.

Dafür gibt es einige Voraussetzungen. Erstens: Die Auszubildenden müssen der „Ausleihe“ zustimmen. Zweitens: Der zwischen den zwei Ausbildungsbetrieben geschlossene Kooperationsvertrag muss bei der IHK eingereicht und vorab genehmigt werden. Drittens: Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der Versicherungsträger muss informiert werden. Viertens: Rechte und Pflichten („Gesamtverantwortung“) verbleiben beim bisherigen Ausbildungsbetrieb.

Die IHK hilft bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern, bei der Vertragsgestaltung sowie bei der Klärung von Fragen. Mehr unter der Rufnummer 02151 635455.

(NGZ)