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Corona im Rhein-Kreis Neuss: Eine bestätigte Infektion und 58 Verdachtsfälle

Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss : Eine bestätigte Infektion und 58 Verdachtsfälle

Im Rhein-Kreis gibt es bislang nur eine bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. 58 Personen stehen unter Quarantäne. Zwei Kitas in Neuss wurden vorübergehend geschlossen.

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es bislang nur eine bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. 58 Personen wurden im Kreisgebiet aufgrund eines Kontaktes mit einem mit dem Virus infizierten Patienten durch die Städte auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes in Quarantäne gesetzt. Das teilt der Rhein-Kreis mit. Davon wohnen je 17 Personen in Neuss und Grevenbroich, neun in Meerbusch, sieben in Kaarst, drei in Dormagen, je zwei in Jüchen und Korschenbroich und eine in Rommerskirchen.

Die Kindertagesstätte an der Weberstraße in Neuss wurde durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes bis zum Samstag, 7. März, geschlossen. Ein Kind, das die Kindertagesstätte besucht, hatte Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Person. Den betroffenen Kindern und Erziehern empfiehlt des Kreis-Gesundheitsamtes eine Kontaktreduktion.

Die Großtagespflege Villa Bambini in Neuss-Allerheiligen wurde durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes geschlossen. Die notwendige Dauer der Schließung der Einrichtung wird momentan geprüft. Eine dort beschäftigte Tagesmutter hatte im privaten Bereich Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person.

Den betroffenen Kindern und Erziehern empfiehlt des Kreis-Gesundheitsamtes eine gute Handhygiene sowie eine Kontaktreduktion. So soll zum Beispiel auf den Besuch von Veranstaltungen oder die Teilnahme an Sportgruppen oder anderen Aktivitäten verzichtet werden. Es ist dabei nicht notwendig sich nur in der häuslichen Umgebung aufzuhalten.

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Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein. Für die meisten jungen Menschen oder Menschen im mittleren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebensgefährlich, wenn sie grundsätzlich gesund sind. Corona-Viren verursachen häufig eher eine milde Erkältungssymptomatik mit Fieber und Husten, können aber auch zu schweren Infektionen der unteren Atemwege (Lungenentzündungen) und Atemnot führen. Diese Symptome könnten allerdings auch durch die Grippe ausgelöst werden. Bei den bisher gut dokumentierten Fällen allerdings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bisher) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stärker betroffen als Frauen.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline eingerichtet. Diese ist montags – freitags von 8 – 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 - 18 Uhr erreichbar.

(ubg)