Mobilität im Rhein-Kreis Neuss Per App zum Impfzentrum

Rhein-Kreis · Der Mobilitätsausschuss des Kreises diskutierte über aktuelle Verkehrsthemen. Dabei ging es um Wege zum Impfzentrum, den Autobahnanschluss Delrath und weitere Themen.

 Der Weg zum Impfzentrum in Neuss soll per VRR-App einfacher zu finden sein.

Der Weg zum Impfzentrum in Neuss soll per VRR-App einfacher zu finden sein.

Foto: Melanie Zanin (MZ)

Eine „brandneue App“ des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) kündigte Heiner Cöllen bei der ersten Sitzung des Mobilitätsausschusses des Rhein-Kreises an. Die diene dazu, per Internet Fahrten mit dem ÖPNV zu den einzelnen Corona-Impfzentren herauszufinden, meinte er in seinem Bericht aus dem VRR und der Kooperationsgesellschaft Mittlerer Niederrhein (KMN). Eine zweite App kombiniere bei Streckensuchungen die Nutzung von Rad, Bahn und Bus. Auch sprach er die Verlängerung der Regionalbahn gen Westen über Mönchengladbach nach Viersen hinaus an. Es gebe eine Absichtserklärung der Kommunen Willich, Mönchengladbach und Viersen für diese Verlängerung. 90 Prozent der Planungskosten würden vom Land getragen.

Wie zuvor auch andere Sitzungen zu Corona-Zeiten, so fand auch die Zusammenkunft des Mobilitätsausschusses als digitale Informationsveranstaltung. Beschlüsse konnte das Gremium nicht treffen, es gab allenfalls „Stimmungsbilder“, die der Verwaltung signalisieren sollten, dass sie die begonnene Arbeit im Sinne des Ausschusses fortsetzen könne. Im Sitzungssaal des Kreishauses in Grevenbroich hatten sich lediglich die Verwaltungsmitarbeiter und der Ausschussvorsitzende Erhard Demmer versammelt, während sich die Ausschussmitglieder in heimischer Umgebung per Internet in die Beratungen einbrachten.

Zentrales Thema war ein Dauerbrenner: der Autobahnanschluss Delrath im Zusammenhang mit der Kreisstraße 33n. Die Kreisverwaltung legte eine 16-seitige Chronik der Ereignisse vor, beginnend im Jahr 2006. Dieses Jahr stellt allerdings nicht den Beginn der Überlegungen zum Bau diese Anschlussstelle dar. Die Diskussion würde seit 1991 geführt, erläuterte Kreisdezernent Karsten Mankowsky. Nachdem das Bundesverkehrsministerium, vertreten durch den damaligen Minister Kurt Bodewig 2001 seine Zustimmung gegeben habe, sei 2006 der Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt worden. Seitdem beraten, planen, diskutieren etliche Gremien und sind bisher nicht zur Realisierung gelangt.

Hinzu kommt jetzt noch ein angedachter sechsstreifiger Ausbau der Autobahn 52 (A52), was die Planung der Anschlussstelle Delrath nicht vereinfacht. „Wir sind planungsmäßig vor dem sechsstreifigen Autobahnausbau“, sagte Karsten Mankonwsky. Der Ausschuss signalisierte Zustimmung zur Arbeit der Verwaltung.

Auch bezüglich des vorgestellten

Kreisstraßenverkehrskonzepts sowie dem Kreisstraßen – und Radwegebau gab es keine ablehnende Grundstimmung. Ebenso soll das Kreisstraßen- und Radwegebauprogramm für die Jahre 2022 bis 2026 durchgezogen werden.