Rhein-Kreis Neuss: CDU-Generalsekretär Gröhe hat klar gewonnen

Rhein-Kreis Neuss : CDU-Generalsekretär Gröhe hat klar gewonnen

Der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat im Wahlkreis Neuss I klar die Oberhand behalten. Nach der Auszählung von allen 288 Stimmbezirken liegt Gröhe bei 51, 6 Prozent klar vorne.

Gröhe hat seinen Kontrahenten Klaus Krützen (SPD) damit klar distanziert. Der Sozialdemokrat kommt auf 30,6 Prozent. Der Bundestagsabgeordnete Bijan Djir-Sarai (FDP) erreichte 2,3 Prozent.

Der 18-jähriger Lars Schellhas (Grüne) holte 4,7 Prozent. Walter Rogel-Obermanns (Die Linke) hat 3,9 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen war es eine klare Sache für die CDU (45,5 Prozent). Die SPD bekommt 27,9 Prozent, die FDP 6,2 Prozent. Die Grünen kommen auf 6,1 und die Linken auf 5 Prozent.

"Wir sind entsetzt"

Die Enttäuschung von Bijan Djir-Sarai ist groß:"Das ist ein Tiefschlag für die FDP. Wir sind entsetzt",sagt der Bundestagsabgeordete am Abend im Kreishaus. Beim CDU-Kreisvorsitzenden Lutz Lienenkämpfer war die Laune naturgemäß besser. "Das ist ein hervorragendes Ergebnis für Angela Merkel. Das ist ein fulminanter Wählerauftrag für die Kanzlerin."

Markus Schumacher, FDP-Chef in Grevenbroich, zeigt sich enttäuscht, will aber nicht aufgeben: "Wer denkt, das das Ergebnis das Ende der Liberalen ist, der irrt. Wir werden wiederkommen." Gerade mit Blick auf die Kommunalwahl 2014 werde ihm auch angesichts des Bundestagswahlergebnisses nicht bange.

Lars Schellhas, Direktkandidat der Grünen gegen Hermann Gröhe (CDU) hat gestört, dass im Wahlkampf zu wenig über Inhalte, dafür zu viel über die Grünen als angebliche Verbotspartei diskutiert worden sei. Die Auseinandersetzung mit Gröhe und seinen anderen Mitbewerbern hat er als fair empfunden. Sein Ziel: In vier Jahren will der heute 18-jährige erneut antreten — dann auch abgesichert mit einem Listenplatz und einer echten Chance auf eine Bundestagsmandat.

CDU-Chef Norbert Gand aus Grevenbroich interpretiert das Wahlergebnis als "herausragend" für seine Partei. Grevenbroich liege dabei im Trend: "Das ist Rückenwind für uns — auch für die Kommunalwahl 2014." In Deutschland, das zeige das Ergebnis klar, gebe es keine Wechselstimmung. Die Wähler hätten sich klar für Angela Merkel als Kanzlerin ausgesprochen.

Der Dormagener SPD-Stadtverbands-Vorsitzende Erik Lierenfeld, der den Wahlabend im Willy-Brandt-Haus in Berlin verbringt, berichtet von einer "am Anfang eher gedrückten Stimmung, die sich inzwischen gebessert hat," in der SPD-Deutschland-Zentrale. Lierenfeld, der als Moderator von fünf Wahlkampf-Auftritten von Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel nach Berlin eingeladen worden war, sieht die ersten Hochrechnungen realistisch: "Die CDU hat Dank des Mutti-Effektes von Angela Merkel gewonnen, die SPD hat zwar etwas mehr geholt als vor vier Jahren, aber leider nicht so viel wie erhofft. Die FDP hat die Quittung für ihre Klientel-Politik erhalten." Trotz der nur geringen Steigerung der SPD haben sich Kanzlerkandidat und Partei-Chef bei den Genossen und den Wählern bedankt. "Jetzt muss man abwarten, wie die Regierungsbildung abläuft", sagt Erik Lierenfeld, stellvertretender Bürgermeister von Dormagen.

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