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Neuer Standort für Ottmar Hollmans Plastik gesucht: Brunnen-Skulptur aus Bronze muss weichen

Neuer Standort für Ottmar Hollmans Plastik gesucht : Brunnen-Skulptur aus Bronze muss weichen

Büderich. Schon seit 30 Jahren schmückt eine ästhetisch sehr reizvolle, allerdings pflege-bedürftige Bronze-Plastik den Eingangsbereich der früheren Karl-Arnold-Schule an der Büdericher Römerstraße. Die 1,60 Meter hohe, aus zwei großen Halbschalen bestehende Brunnen-Skulptur, aus deren Mitte eine Wasserfontäne entspringt, stammt vom Düsseldorfer Bildhauer Ottmar Hollmann. 1970 war sie von der Stadt Meerbusch für 20.000 Mark erworben worden; heute wird sie auf den zehnfachen Wert geschätzt. Das Gebäude der früheren Karl-Arnold-Schule wird nicht mehr benötigt. Die Stadt Meerbusch will das Gelände verkaufen. Dann muss die Bronze-Skulptur des Düsseldorfer Bildhauers Ottmar Hollmann weichen - ein neuer Standort wird gesucht.

Büderich. Schon seit 30 Jahren schmückt eine ästhetisch sehr reizvolle, allerdings pflege-bedürftige Bronze-Plastik den Eingangsbereich der früheren Karl-Arnold-Schule an der Büdericher Römerstraße. Die 1,60 Meter hohe, aus zwei großen Halbschalen bestehende Brunnen-Skulptur, aus deren Mitte eine Wasserfontäne entspringt, stammt vom Düsseldorfer Bildhauer Ottmar Hollmann. 1970 war sie von der Stadt Meerbusch für 20.000 Mark erworben worden; heute wird sie auf den zehnfachen Wert geschätzt. Das Gebäude der früheren Karl-Arnold-Schule wird nicht mehr benötigt. Die Stadt Meerbusch will das Gelände verkaufen. Dann muss die Bronze-Skulptur des Düsseldorfer Bildhauers Ottmar Hollmann weichen - ein neuer Standort wird gesucht.

Und steht jetzt im Weg. Das Schulgebäude wird nicht mehr gebraucht, und die Stadt möchte das 23.000 Quadratmeter große Gelände gern für gutes Geld verkaufen, eventuell an eine Wohnungsbaufirma. Also ergibt sich die Frage: Wohin mit der Plastik? Dabei hat der Künstler als Urheber das wichtigste Wort mitzureden. Die Stadtverwaltung war 1991 mit einem ähnlichen Problem befasst. Damals ging es darum, was mit einer gemauerten Skulptur ("Sitzschnecke") im Innenhof der frei gewordenen Astrid-Lindgren-Schule an der Anton-Holtz-Straße passieren sollte. Bildhauer Rolf Krummenauer verlangte, sie solle vernichtet werden, da er sie ja speziell für diesen Platz entworfen habe.

Das geschah. Die Stadt Meerbusch ging das Problem mit der Hollmann-Plastik von vornherein gründlich an. Arthur Unger von der Stadtverwaltung übernahm es, mit dem Künstler, der im In-und Ausland viele Großplastiken geschaffen hat, die Möglichkeiten zu erörtern. Die Beiden trafen sich im Atelier des Bildhauers. Es wurde dabei geklärt, dass Ottmar Hollmann seine Skulptur keineswegs vernichtet sehen wollte, wie dazumal sein Kollege Krummenauer. Hollmann erklärte sich damit einverstanden, dass die Plastik einen neuen, würdigen Platz bekommt, und will bei einer Rundfahrt durch die Stadt mithelfen, einen zu finden.

Als neuer Standort des formschönen Kunstwerks wäre zum Beispiel der Büdericher Dr.-Franz-Schütz-Platz denkbar, der sich allerdings in seiner derzeitigen Struktur nicht gerade als attraktives Zentrum Büderichs oder sogar ganz Meerbuschs präsentiert. Die Stadt möchte ihn mit den zu erwartenden Geldern aus dem Verkauf des Schulgeländes an der Römerstraße großzügig umgestalten. Der Hollmann-Brunnen wäre dann ein edler Blickfang und Treffpunkt. Und er kostet nichts.

Eine andere Option wäre der Innenhof der Maria-Montessori-Gesamtschule am Weißenberger Weg; deren Rektor Ben Davids nähme sie gern. Dort könnte der Bronze-Brunnen erneut seinen symbolischen Beitrag im Sinne der "Lebenserziehung" leisten. Der Künstler hatte seiner Skulptur bei der Einweihung folgende Deutung gegeben: "Zwei Hände, die schalenförmig übereinander gelegt sind, als wollten sie eine Kugel formen, sind geöffnet und etwas verschoben. Diese Form symbolisiert die Erziehung für das Leben. Dabei stellt die untere Schale, die nach oben geöffnet ist, den jungen Menschen dar, der vom Erzieher (obere, nach unten geöffnete Schale) beschützt und auch ,hochgezogen" wird." In Kürze werden sich zunächst der Planungsausschuss und danach der Rat der Stadt Meerbusch mit der Thematik beschäftigen.

(NGZ)