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Barbara Steuten ist kfd Frau des Jahres

Auszeichnung im Rhein-Kreis : Barbara Steuten ist „Frau des Jahres“

kfd Kreisdekanat zeichnet Krimi-Autorin in der Neusser Bürgergesellschaft aus.

Nun damit hätte sie wahrscheinlich nicht gerechnet: Zum Abschluss des offiziellen Teils ihrer Ehrung musste sie auch noch singen. „An Tagen wie diesen“ spielte das „Nicklas John Trio“ und schon hatte Barbara Steuten das Mikrofon unter der Nase. Zuvor war die Krimiautorin von Petra Indenhuck, Vorsitzende des kfd Kreisdekanats Rhein-Kreis Neuss, zur „Frau des Jahres 2020“ gekürt worden. Indenhuck hatte erfahren, dass das Tote-Hosen-Lied der Lieblingssong der Geehrten ist. In den Räumlichkeiten der Neusser Bürgergesellschaft wurde der in Neuss wohnhaften Barbara Steuten der kfd-Titel verliehen. Locker plauderte die 51-Jährige, die sich riesig über die Auszeichnung freute, mit Magda Hoer, der stellvertretenden Vorsitzenden der kfd, über ihr Leben. Auf der Schaukel in Opas Garten, erzählte Steuten, habe sie sich zwar bereits Geschichten ausgedacht, doch damals nicht an eine schriftstellerische Karriere gedacht. Sie begann ein Mathematikstudium, das sie aber wieder aufgab, ließ sich zur Bürokauffrau ausbilden und wurde Mutter von drei Kindern. „Bei der Firmvorbereitung fragte ich die Jugendlichen, was ihr Traumberuf sei. Einer fragte nach meinem. Ich hatte damals keine Antwort“, erzählte sie. Heute weiß sie es: Schriftstellerin.

Das ist nun seit zehn Jahren Beruf und Berufung gleichermaßen. Krimis sind ihr Genre, ihre Protagonistin Kati Küppers, eine Küsterin. Am 19. März erscheint bereits der dritte „Küppers-Krimi“, Titel: „Kati Küppers und der liegende Holländer“, die Premierenlesung ist am 27. März im Neusser Bücherhaus am Münster.

Seit zwölf Jahren benennt die kfd eine oder manchmal auch zwei Frauen des Jahres. Barbara Steuten ist die 16. Die erste war Monika Hutmacher, die ebenso da war wie Generaloberin Schwester Praxedis. Hutmacher hatte sich damals ehrenamtlich im Abschiebegefängnis an der Grünstraße in Neuss engaggiert. Zum Thema „geschlechtergerechte Kirche“ befragt, äußerte sich Barbara Steuten diplomatisch: „Ich finde eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig. Man sollte Türen und Fenster weit öffnen und den Heiligen Geist einmal kräftig durchwehen lassen.“