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Rhein-Kreis Neuss: Ausgezeichnete Schülerfirma

Rhein-Kreis Neuss : Ausgezeichnete Schülerfirma

Die Landesregierung hat drei Schülerfirmen aus dem Rhein-Kreis für ihre Arbeit ausgezeichnet. Der NGZ haben die Jungunternehmer des Neusser Nelly-Sachs-Gymnasiums erzählt, was die Arbeit ihrer Firma so erfolgreich macht.

Für die "Blauen Engel", die Schülerfirma des Nelly-Sachs-Gymnasiums, sind Auszeichnungen schon Normalität: Wenn sie ihre Arbeit präsentieren, stehen jede Menge Preise mit auf dem Tisch, etwa der Klimapreis der Allianz-Umweltstifung oder die Urkunde vom Wettbewerb "Energiesparmeister". Auch ein Grund für Umweltminister Johannes Remmel und Schulministerin Sylvia Löhrmann, den Stand der Schüler ganz genau zu betrachten, als die Preisverleihung für das Zertifikat "Zukunft macht Schule" vorüber war. "Die haben ganz schön gestaunt", erzählt Alexander Ricke. Der Abiturient ist einer von 27 Schülern, die sich in der Neusser Schülerfirma engagieren.

Insgesamt haben 418 Schulen aus Nordrhein-Westfalen das Siegel "Zukunft macht Schule" erhalten. Der Preis zeichnet Schulen aus, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Im Rhein-Kreis ist das Zertifikat nicht nur an die Neusser Blauen Engel, sondern auch an das Berufsbildungszentrum Weingartstraße und das Pascal Gymnasium in Grevenbroich vergeben worden — ebenfalls für Projekte, bei denen sich Schüler für den Schutz der Umwelt engagieren.

Unternehmerisches Wissen, das haben sich die Schüler des Nelly-Sachs-Gymnasiums durch ganz verschiedene Firmenzweige angeeignet. "Wir haben zwei Geschäftsführer und verschiedene Abteilungen", erläutert Alexander Ricke. Die Schüler setzen sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein, etwa in der "Energieabteilung", die Haushaltsberatungen zum Energiesparen anbietet. Auch eine Verkaufsabteilung gibt es, die Schulmaterial aus Recyclingpapier verkauft. "Wir haben eigene Nelly-Hefte entwickelt", erzählt Julia Sticker vom Verkaufsteam der Blauen Engel. "Mittlerweile dürfen Klassenarbeiten nur noch in diesen Heften geschrieben werden", erzählt die 15-Jährige. Das bringt einen garantierten Absatz, doch sowieso ist der Stand der Schülerfirma gefragt, der regelmäßig in den Pausen all das verkauft, was im Schulalltag gebraucht wird. "An Schulfesten haben wir außerdem fair gehandelte Produkte im Angebot", sagt Julia Sticker. Die Zielgruppe seien dann allerdings die Eltern.

Neuestes Projekt der Schülerfima sind kleine Windkrafträder, so genannte Energy Balls. Gekauft sind die knapp 20 000 Euro teuren Geräte bereits — bezahlt aus Preisgeldern. Weil es Probleme mit den Biltzableitern gibt, sind sie allerdings noch nicht auf dem Dach der Schule montiert worden. Wir hoffen, dass dies bald klappt, damit die Schule noch nachhaltiger wird", sagt Lehrerin Almut Oelze. Sie begleitet die Schülerfirma und ist vor allem stolz darauf, dass die Schüler in dem Projekt gleich zwei zusätzliche Fächer lernen: Nämlich Umweltschutz und Wirtschaft.

(NGZ)