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Ausbildung im Rhein-Kreis Neuss: Check In Berufswelt mit Zusatz-Tag

Ausbildung im Rhein-Kreis Neuss : „Check In Berufswelt“ bietet Zusatz-Tag an

Das Berufsorientierungsangebot geht in die Verlängerung. Unternehmen öffnen am 4. Februar ihre Türen virtuell für Schüler ab Klasse 9. Sie können die Betriebe, Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen.

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass Angebote zur Berufsorientierung auch in diesem Jahr neue Wege gehen müssen. Die „Check In Berufswelt“ legt nun vor und bietet am 4. Februar, 13 bis 17 Uhr, einen zusätzlichen Berufsorientierungstag an. Thomas Feldges, Leiter des „Check In“-Organisationsbüros, erklärt, dass es sich im Grunde um die Verlängerung der Veranstaltung aus dem vergangenen Jahr, die seinerzeit als Hybrid-Modell angeboten wurde, handelt. „Wir haben damals bereits mit den Teilnehmern verabredet, dass wir gerne eine zusätzlichen Tag als digitales Format anbieten möchten“, erklärt Feldges. Jetzt ist es soweit.

Insgesamt 24 Unternehmen aus dem Check-In-Bezirk – dazu zählen neben dem Rhein-Kreis Neuss auch Mönchengladbach, Krefeld und der Kreis Viersen – haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Tendenz steigend. Da es sich um eine Verlängerung der Check-In-Tage 2020 handelt, ist die Teilnahme für jene Firmen gedacht, die auch damals schon dabei waren und mit ihren digitalen Angeboten erneut junge Menschen – und damit die Auszubildenden und Fachkräfte von morgen – ansprechen möchten.

Schüler, die am virtuellen Zusatz-Tag am 4. Februar teilnehmen möchten, können dies bequem von zu Hause aus. Sie benötigen lediglich ein Tablet, ein Smartphone, einen PC oder einen Laptop. Unter www.checkin-berufswelt.de können die Schüler sich vorab einen Platz in einem Video-Call reservieren. Unternehmen und Institute stellen dabei sich, ihre Ausbildungsangebote sowie Karrieremöglichkeiten vor. Das Ganze ist bewusst niederschwellig gehalten. Der Austausch erfolgt in lockerer Atmosphäre, teilweise in Gruppen bis fünf Teilnehmer. „Es geht darum, Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen. Viele Unternehmen lassen dies auch durch Auszubildende vornehmen“, erklärt Daniela Perner, Geschäftsführerin des Bereichs Innovation, Bildung, Fachkräfte bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Das Ziel: Gespräche auf Augenhöhe zwischen Schüler und Azubi.

Der Termin wurde mit Bedacht gewählt. „Wir liegen damit unmittelbar nach Vergabe der Halbjahreszeugnisse“, erklärt Feldges. Schulen wird angeboten, dass sie Flyer zur Check-In-Veranstaltung mit den Zeugnissen an die Schüler übergeben können. Denn natürlich beinhaltet die Schließung der Schulen und der derzeitige Distanzunterricht auch für die Organisatoren der Berufsorientierung ein Problem: Schüler sind schwieriger zu erreichen. Daher gibt es auch bislang eher ungewöhnliche Kooperationen, die in Corona-Zeiten entstanden sind. Zum Beispiel, dass Lieferdienste die Flyer ihrer Sendung beilegen. Da kommt dann zum Beispiel mit der Pizza ein Überblick über alles, was junge Menschen zur Anmeldung und Teilnahme an der Check In Berufswelt wissen müssen. Neue Partner werden stets gesucht.

Ähnliche Wege geht auch die IHK, die im Februar und März zum Beispiel wieder ihr „Azubi Speed Dating“ anbietet. Dazu soll ab Ende Januar nicht nur eine App im Apple sowie im Google Play Store kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen. Um Jugendliche auf diese und ähnliche Angebote aufmerksam zu machen, gibt es ebenfalls Kooperationen mit Blick auf die Verteilung von Infomaterial. „In Krefeld gibt es zum Beispiel einen Frühstücksboxen-Service, mit dem wir zusammenarbeiten“, sagt Daniela Perner.