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Arbeitsagentur startet Woche der Ausbildung im Rhein-Kreis Neuss

Fachkräftebedarf im Rhein-Kreis Neuss : Eine „Woche der Ausbildung“ im Kreis

Den passenden Ausbildungsplatz zu finden, war schon vor Corona nicht immer leicht. Durch die Pandemie ist die Berufsorientierung noch schwieriger geworden. Die „Woche der Ausbildung“ soll dabei helfen.

Der Fachkräftebedarf in der Region ist groß. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein geben 46 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe an, unter Fachkräftemangel zu leiden. Vor fünf Jahren waren es noch 30 Prozent, wie IHK-Präsident Elmar te Neues kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte. Die Betriebe unternehmen daher viel, um den Fachkräftebedarf zu decken – und ein zentraler Schlüssel ist die Ausbildung. Da knüpft die auch für den Rhein-Kreis Neuss zuständige Agentur für Arbeit Mönchengladbach jetzt mit ihrer „Woche der Ausbildung“ an. Vom 14. bis 18. März gibt es dabei zahlreiche Angebote, die jungen Menschen zeigen, wie sie ihren Weg ins Berufsleben gestalten können. Philipp Scharner, Teamleiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit im Rhein-Kreis Neuss, betont: „Ein erfolgreicher Start ins Berufsleben beginnt immer zunächst damit, sich zu orientieren und beraten zu lassen.“

Doch das ist auch in diesem Jahr angesichts der Corona-Pandemie nicht leicht. Die „Woche der Ausbildung“ will da Abhilfe schaffen. Sie steht unter dem Motto „Heute Azubi, morgen Fachkraft“. Und Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, gibt es genug. Laut Agentur für Arbeit haben Betriebe, Behörden und andere Arbeitgeber für dieses Jahr bereits knapp 2750 Ausbildungsstellen für den Agenturbezirk, also den Rhein-Kreis sowie die Stadt Mönchengladbach, gemeldet. Das sind rund elf Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Doch angesichts der Fülle ist es nicht immer leicht, das passende Angebot zu finden. Auch dabei will die Agentur für Arbeit mit ihrer „Woche der Ausbildung“ helfen.

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Oft sind bei der Berufsorientierung auch die Eltern ein wichtiger Ansprechpartner und Anker zur Orientierung. Im Rhein-Kreis Neuss werden daher am Montag, 14. März, und Dienstag, 15. März, jeweils von 16 bis 18 Uhr offene Telefonsprechstunden der Berufsberatung für Eltern von Jugendlichen mit Ausbildungsinteresse angeboten. Die Berater sind dann unter der Telefonnummer 02131 9542500 erreichbar. 

Ein direkter Kontakt ist zudem am Mittwoch, 16. März, 15 bis 18 Uhr, im Jugendtreff „Rheinflanke“ in der Alten Feuerwache, Schloßstraße 12, in Grevenbroich möglich. Dort gibt es dann ein offenes Gesprächsangebot der Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die eine Ausbildung starten möchten, richtet. Ein solches Angebot gibt es am selben Tag auch von 16 bis 20 Uhr in der Diakonie-Jugendeinrichtung „Die Rübe“, Am Rübenweg 16, in Dormagen, sowie tags darauf in der Neusser Nordstadt. Dort bieten Berufsberatung und Arbeitsvermittlung am Donnerstag, 17. März, 17 bis 20 Uhr, ihr offenes Gesprächsangebot im Awo-Treff „Further Hof“ an.

Ihren Abschluss findet die „Woche der Ausbildung“ am Freitag, 18. März, 10 bis 12 Uhr, mit einer virtuellen Informationsveranstaltung zur Teilzeitausbildung. Susanne Käser, Geschäftsführerin operativ der Arbeitsagentur erklärt, man wolle auch alternative Wege des Berufseinstiegs aufzeigen: „Dazu gehört die Ausbildung in Teilzeit, wenn beispielsweise ein Kind versorgt oder ein Familienangehöriger gepflegt werden muss.“ Auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund von Lernschwierigkeiten oder einer Behinderung keine Ausbildung in Vollzeit machen können, können eine Teilzeitausbildung absolvieren. Anmeldungen für die virtuelle Informationsveranstaltung werden bis 17. März per E-Mail an moenchengladbach.biz@arbeitsagentur.de entgegengenommen.